Abschreibung Hardware

Hardware-Abschreibung

BIOS) ist als abhängiger Teil die Hardware-Computerkomponente. Lebensdauer, Trennung und Entsorgung von Hard- und Software. Übersicht über die aktuelle Rechtssprechung der Gesellschaft| Abschreibungen auf EDV-Anlagen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Beschluss vom 19. Februar 2004 (VI R 135/01, Abruf Nr. 041129) seine Stellungnahme zur Abschreibung von Computersystemen abgegeben. Ein Computersystem setzt sich aus den Einzelkomponenten des Computers (Computer, Keyboard, Harddisk, interne Antriebe, RAM, Graphikkarten, Netzwerkkarten), den Zusatzgeräten (Scanner, Printer, Monitor, externen Antrieben) und der Simulationssoftware (Systemsoftware und Anwendungssoftware) zusammen. Für die Abschreibung ist diese Aufgliederung von grundlegender Bedeutung: Die Computerkomponenten müssen zusammengefasst und über ihre wirtschaftliche Lebensdauer abgeschrieben werden.

In den offiziellen Abschreibungstabellen wird von einer 3-jährigen Lebensdauer ausgegangen, eine verkürzte Lebensdauer muss gegenüber dem Steueramt glaubwürdig gemacht werden. Gemäß BFH (19.2. 04, IV R 135/01) müssen periphere Geräte immer zusammen mit Computerkomponenten abgeschrieben werden. Erst wenn die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Computerkomponenten und Zusatzgeräte zusammen weniger als 410 EUR betragen, ist eine vollständige Abschreibung gemäß 6 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) möglich.

Bei nachträglichem Kauf von Computerkomponenten (DVD-Laufwerk, zusätzliche Harddisk, Arbeitsspeicher) sind die Kosten als nachfolgende Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Systeme zu aktivieren. Erhöhte sich dadurch nicht die restliche Nutzungsdauer des Rechners, wird er über die restliche Nutzungsdauer abgewertet. Wird der Rechner bereits vollständig abgeschrieben und verlängert der nachfolgende Erwerb die restliche Nutzungsdauer nicht, so handelt es sich bei den Zusatzkomponenten um Ausgaben, die im Jahr des Erwerbs unmittelbar abgezogen werden können.

Dementsprechend sind Ausgaben für rückwirkend erworbene Zusatzgeräte, die nicht unabhängig genutzt werden können, nachfolgende Abschlusskosten, die über die verbleibende Lebensdauer des Rechners zu verrechnen sind. D. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind abzugsfähig, wenn die Lebensdauer des Rechners überschritten ist und der Erwerb der Peripherie die verbleibende Lebensdauer des Rechners nicht erhöht.

Aufgrund des Urteils des BFH vom 19.2. 04 (VI R 135/01) bucht er einen neben einem Gebrauchtnotebook erworbenen Printer über eine höhere Lebensdauer als das Notizbuch ab. Wäre das Urteil des BFH systematisch umgesetzt worden, hätte meiner Meinung nach für den Printer die selbe Lebensdauer angenommen werden sollen wie für das Notizbuch.

Wenn bestehende Computerkomponenten durch neue Komponenten ausgetauscht werden (z.B. neue Hauptplatine, neue Prozessoren, neue Bildschirme), ist zu überprüfen, ob es sich dabei um Wartungsarbeiten oder spätere Anschaffungen handelte. Erfolgt die Aufrüstung des Computers durch den Austausch bereits bestehender Komponenten, d.h. die Funktionalität wird erhöht oder die Leistung wird erhöht, entstehen spätere Anschaffungs-kosten.

Dies kann zu einer Erhöhung der Restlebensdauer im Falle einer angenommenen Erhöhung der Lebensdauer durch das PC-Upgrade nach sich ziehen. Dabei werden die nachfolgenden Einstandskosten zuzüglich des Restbuchwertes über die restliche Lebensdauer oder die neue Restlaufzeit abgeschrieben. Wenn periphere Geräte ausgetauscht werden, müssen sie meiner Meinung nach genauso überprüft werden wie die Computerkomponenten.

Steigt die Einsatzmöglichkeit des Computersystems durch den Tausch vorhandener Zusatzgeräte deutlich an, entstehen Nachbeschaffungskosten. Es kann notwendig sein, die Lebensdauer der Geräte erneut zu kalkulieren, aber dies ist beim Tausch von Zusatzgeräten wahrscheinlich nicht der Fall. Es wird zwischen Betriebssoftware und Applikationssoftware differenziert. Der Teil der Mikroprogrammtechnik (Mikroprogramme, BIOS) ist ein abhängiger Teil der Hardware-Computerkomponente.

System-Software ist der Begriff, der verwendet wird, um alle Computerprogramme im Betriebssytem zu beschreiben, die die Computerressourcen managen, Programmsequenzen kontrollieren und Anweisungen für Anwender ausführen, aber keiner bestimmten konkreten Praxisanwendung sofort nachkommen. Das BFH hat noch nicht beschlossen, ob sie auch unabhängig genutzt werden können (BFH vom 19.2. 04, VI R 135/01, BFH vom 28.7. 94, III R 47/92, SStBl 94, 873).

Nur in Ausnahmefällen, wie z.B. dem Kauf von Hardware und dazugehöriger verknüpfter Hardware im Zuge einer Bündelung, bei der die Hardware zusammen mit der Hardware ohne separate Kosten und ohne Umlage der Gebühr zur Verfügungsstellung bereitgestellt wird, ist die Hardware mit der Systemsoftware untrennbar verbunden. Die Anlage wird einheitlich als Sachanlage abgeschrieben.

Die Fachliteratur schlägt eine Lebensdauer von 3 bis 4 Jahren für die Nutzung von Standardsoftware vor. M. E. hat die von der Hardware getrennte Abschreibung der Hardware vorzunehmen. Die Abschreibung ist auch bei nachträglichem Erwerb der angewandten Standardsoftware (anders als bei Peripheriegeräten) über die wirtschaftliche Lebensdauer der jeweiligen Systeme vorzunehmen. Wenn man jedoch davon ausgeht, dass die Anwendung der angewandten Technologie nicht selbstständig möglich ist, wäre das Urteil des BFH vom 19.2.04 in Analogie zu den peripheren Geräten umzusetzen.

Danach wäre die installierte Technologie zusammen mit den Computerkomponenten über ihre Lebensdauer aufzulösen. EDV-Programme, deren Anschaffungsgebühren 410 EUR nicht übersteigen, sind immer triviale Programme. Ab einem Anschaffungspreis von 410 EUR ist auch hier ein sofortiger Abzug möglich. Bei Ersatz von Computerprogrammen durch ein Upgrade, d.h. einen vergünstigten Kauf einer neuen Softwareversion, sind diese über die normale Lebensdauer zu amortisieren, wenn die Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 410 EUR ausmachen.

Sofern die bisherige Version noch nicht vollständig abgewertet ist, kann dies durch außerplanmäßige Abschreibungen gemäß 7 Abs. 1 Satz 7 EGl. Selbst nach dem Beschluss des BFH vom 19.2. 04 sind noch viele Fragestellungen offen.

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