Anlagenbuchhaltung

Maschinenbuchhaltung

Mit der Anlagenbuchhaltung werden Anlagen (Assets) erfasst und verwaltet, die dem Unternehmen langfristig dienen. Wörterbuch & Enzyklopädie für die Buchhaltung Das Anlagenbuchhaltung ist ein zentrales Teilgebiet der Finanz- und Kostenrechnung. Kernziel ist die Bilanzierung und Bewirtschaftung des Sachanlagevermögens einschließlich seiner geschäftsmäßigen Weiterentwicklung durch Zu- und Abgänge, Wertsteigerungen oder Wertverluste. Die Aufgaben der Anlagenbuchhaltung sind die Bestandsbewertung und -verbuchung von Anlagenzugängen und Anlagenabgängen (gemäß 247 HGB) sowie die Berechnung und Verbuchung von Abschreibun.

Zu diesem Zweck werden die handelsrechtlichen Anschaffungs- und Herstellkosten, Abschreibungsbeträge, Zuschreibungen mit Restwerten für die oft große Anzahl von Anlagegütern in der Sammelbilanz ausgewiesen und verdichtet. So werden z.B. alle Wertveränderungen für Kraftfahrzeuge im Flottenkonto festgehalten. Es wird für jeden unabhängig betriebenen Vermögenswert eine separate Investitionsdatei mit allen wichtigen Informationen wie Erwerbszeitpunkt, Anschaffungskosten beibehalten.

Der manuelle oder elektronische Investitionsfile ist ein Hauptbuch der Buchhaltung und bildet die Basis für die lückenlose Aufzeichnung des Sachanlagevermögens im Bestand oder für das Warenlager. Das Anlagenregister dient der Trennung von Sachanlagevermögen und immateriellem Vermögen. Auch größere zu schaltende Reparaturen werden individuell protokolliert. Im Falle von Geringwertige Anlagen ist eine Gruppierung nach Konzern erlaubt.

Gemäß den Richtlinien für die Preisfindung auf Basis von Gestehungskosten sind separate Werksaufzeichnungen vorzusehen. Die zentrale Aufgabe der Anlagenbuchhaltung in der Kosten- und Leistungsrechnung ist die rechnerische Betrachtung des "Wertverbrauchs" bei der Herstellung von Produkten oder der Erbringung von Dienstleistungen. Gleiches gilt für die rechnerische Betrachtung der Finanzaufwendungen für die für den Betrieb erforderlichen Vermögenswerte. Eine professionelle Software für die Anlagenbuchhaltung soll die Arbeiten durch einen höheren Grad an Automatisierung auf allen Stufen erleichtern sowie flexible und auf einfachste Weise genaue Kalkulationen und Bewertungen für die Buchführung und die Betriebskostenabrechnung untermauern.

Außerdem muss das Unternehmen die Angaben für die Rechnungslegung und den Jahresabschluß gesetzlich festlegen und bereitstellen.

Sachanlagevermögen: Eine ordnungsgemäße Anlagenbuchhaltung stellt dem Unternehmen wesentliche Erkenntnisse zur Verfügung.

Dabei werden regelmäßig mindestens die nachfolgenden Sachverhalte differenziert (WPH, 2014, S. 184): Die Anlagenbuchhaltung belegt die Veränderung von Menge und Wert der im Konzern bestehenden Vermögenswerte. Jeder Vermögenswert ist beim Erwerb individuell zu verbuchen und sein Wert entsprechend anzupassen.

Dementsprechend kann die Anlagenbuchhaltung zu jeder Zeit Auskunft über die Beschaffenheit, die Quantität und den (Buch-)Wert der zum Konzern gehören. Sie kann als zusätzliches Ledger oder Nebenstelle der Buchhaltung betrachtet werden, da sie zusätzliche Informationen über das Hauptregister beinhaltet, die zur Ermittlung der Finanzlage des Unternehmens und der mit dem Unternehmensbetrieb verbundenen Schulden und Forderungen sowie der operativen Ergebnisse der jeweiligen Geschäfsjahre benötigt werden.

Somit ist er sowohl der Rechnungslegung als auch dem Jahresabschluss dienlich, da er das Sachanlagevermögen und seine Entwicklung bilanziert und dokumentiert, die letztlich in den Jahresabschluss einbezogen werden. Das Einzelvermögen des Anlagevermögens wird in einem Anlagenbuch, das Teil der allgemeinen Sammelrechnung der Rechnungslegung ist, systemisch und lückenlos erfaßt.

Jeder Vermögenswert erhält eine individuelle Wertkarte, auf der neben dem Erwerbszeitpunkt und dem Erwerbspreis auch Abschreibungs- und Wertberichtigungsbuchungen vorgenommen werden. Ausgehend von diesen Ausweisen aus der Anlagenbuchhaltung werden dann auch die Grundlagen für die Bestandsaufnahme und die Erstellung des Bestandsverzeichnisses des Unternehmens geschaffen. Wer das Arbeitsgebiet der Anlagenbuchhaltung darstellen will, muss zunächst die Aufgabenstellung der Anlagenerfassung erwähnen, denn die Anlagenbuchhaltung dokumentieren den allgemeinen Lagerbestand und die individuellen Bewegungsabläufe der Sachanlagen vom Erwerb einer Sachanlage bis zu ihrem Abgang. Bei der Anlagenbuchhaltung wird die Anlagenbuchhaltung als eine der wichtigsten Aufgaben der Anlagenbuchhaltung betrachtet.

Darüber hinaus wird der aktuelle Bestand des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag bestimmt und es wird möglich, die korrespondierenden Veränderungen (Zugänge, Umbuchungen, Abgänge) für das Geschäftsjahr auszugleichen. Ein zweiter Schwerpunkt der Anlagenbuchhaltung ist die Erfassung des Verbrauchs, da er zur Ermittlung von Abschreibungs- und Wertberichtigungswerten dient, die in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen werden müssen (Art. 959b Abs. 2 OR).

Sowohl der Kauf als auch der Kauf einer Anlage wird in der Regel als Geschäftsvorfall in der Anlagenbuchhaltung des Erwerbers mit dem Übergang von Nutzen und Risiko verbucht (dies ist in der Regel bei Beendigung der Lieferzeit, längstens jedoch zum Eigentumsübergang der Fall). Andererseits verändert ein Eigentumsübergang des Veräußerers nicht die Tatsache, dass der Kauf eines Vermögenswertes durch den Erwerber rechtmäßig zu erfassen ist, sondern nur einen Hinweis im Nachtrag ("Anhang") (Art. 959c Abs. 2 Nr. 8 OR).

In der Anlagenbuchhaltung wird auch der monetäre Nutzen des für die Versicherung erforderlichen Anlagevermögens und die damit einhergehende Werthaltigkeit bestimmt. Die Anschaffungs- und Herstellkosten umfassen im Allgemeinen alle für die Inbetriebsetzung erforderlichen Aufwendungen. Außerdem können Installations- oder Installationskosten zu einem technischem System hinzugefügt werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungs- und Wertberichtigungsposten in der Anlagenbuchhaltung für das jeweilige Sachanlagevermögen stets unmittelbar oder mittelbar von der Gewinn- und Verlustrechnung abzuziehen und dürfen nicht unter den Verbindlichkeiten gezeigt werden (§ 960a Abs. 3 CO).

Im Falle der Direkterfassung von Abschreibungsbeträgen wird die Verbuchung auf das Aufwandskonto AfA in der GuV in der GuV erfasst, während das korrespondierende Aktivkonto als Ausgleichskonto belaste. Daher werden die Abschreibungsbeträge unmittelbar vom Anlagenwert abgesetzt. Die indirekte AfA hingegen bedeutet, dass anstelle des Bestandskontos ein zum Bestandskonto gehöriges Minuskonto mittelbar auf das Bestandskonto mit der Namenswertberichtigung bebucht wird.

Aus denselben Gründen ist es nicht erforderlich, nicht mehr gerechtfertigte Wertminderungen und Wertkorrekturen rückgängig zu machen. Die nach Handelsrecht zulässigen zusätzlichen Abwertungen und Wertkorrekturen gelten jedoch nicht als Betriebsausgabe für steuerliche Zwecke (siehe hierzu Untersuchung und Beschlussfassung des Verwaltungsrates der SSK über das neue Bilanzrecht vom 12. Februar 2013). Zudem sind diese maximal zu Anschaffungs- oder Herstellkosten zu bewerten (Art. 960a Abs. 1 OR).

Für die nachfolgende Wertermittlung des Sachanlagevermögens stellen dann immer die Anschaffungs- oder Herstellkosten die maximale Bewertungsgrenze dar, sofern nicht einzelne Vorschriften für einzelne Vermögenswerte eine andere Wertermittlung erfordern (Art. 960a Abs. 2 OR). Das Sachanlagevermögen ist gemäss Artikel 960a Abs. 3 des Schweizerischen Obligationenrechts nach den Vorschriften für nutzungs- und altersbedingte Wertminderungen (und damit planmässig) abzuschreiben.

Sämtliche anderen (außerplanmäßigen) Wertminderungen sind in Form von Wertkorrekturen auf das Anlagevermögen zu verbuchen. Für die Bestimmung der Abschreibung und Wertberichtigung wird den Gesellschaften aus bilanzieller Sicht kein bestimmtes Vorgehen oder eine bestimmte Methodik zuteil. Der planmäßige Abschreibungsaufwand wird über die voraussichtliche Lebensdauer der Anlage auf der Grundlage der vom Konzern für die Anlagenklasse definierten und in der Bilanz erfassten AfA-Methode errechnet.

Bestehen weitere Anhaltspunkte (Indikatoren), dass neben den planmäßigen Abschreibungsaufwendungen weitere Wertkorrekturen notwendig sind, ist der Wertansatz mit dem am Bilanzstichtag realisierbaren Betrag zu verknüpfen. Im Falle der planmäßigen linearer Abschreibung sind die Anschaffungs- oder Herstellkosten Ausgangsbasis für die Berechnung der Abschreibungsbeträge, da sie über die Jahre der Nutzung aufgeteilt sind. Im Falle degressiver Wertminderungen wird der im Anschaffungs- oder Fertigungsjahr gültige AfA-Betrag mit dem 2-fachen AfA-Prozentsatz wie bei der linear abgeschrieben.

Diese wird dann unveränderlich auf den Restbuchwert der Anlage übertragen, so dass der Wertminderungsaufwand sukzessive verringert wird. Daher wird der Terminus Degressivabschreibung verwendet, um den Prozess zu beschreiben, bei dem sinkende AfA-Beträge anfallen. In der Schweiz hat die Eidgenössische Finanzverwaltung ein Informationsblatt über die Wertminderung des Anlagevermögens des Geschäftsbetriebs herausgegeben, das vielen Gesellschaften als Orientierung für die Berechnung von Abschreibungssätzen oder Nutzungsdauer gilt, da es steuerliche Abgeltungen festlegt.

Für die degressiven Abschreibungsbeträge (Buchwertabschreibung) gilt: Für die Abschreibungen auf den Anschaffungswert (lineare Abschreibung) sind die angegebenen Steuersätze um die Haelfte zu mindern. Die dritte Methode kann die leistungsabhängige Wertminderung sein, bei der ein Vermögenswert des Anlagevermögens in Abhängigkeit von der ermittelten Nutzungsintensität abgeschrieben wird, was für eine Anlage möglich ist, z.B. wenn die Periodenauslastung und die Gesamtleistung bekannt sind.

Daher ist bei Sachanlagen im Konzernanhang offen zu legen, wie das Konzern über die zulässigen Bilanzierungs- und Bewertungsmöglichkeiten, namentlich die Bewertung der Abschreibung, bei der Erstellung des Abschlusses entscheidet. Die Vorteile der Anlagenbuchhaltung für vermögensintensive Betriebe sind nicht zu vernachlässigen. Die ordnungsgemäße Anlagenbuchhaltung stellt dem Controlling die notwendigen Daten zur Verfügung, um über neue oder bestehende Vermögenswerte zu entscheiden.

Die Gesellschaft bilanziert jeden Sachanlagegegenstand mit seinen Anschaffungs- oder Produktionskosten und unterhält zum Erwerbszeitpunkt ein Anlagenregister mit den wesentlichen Angaben (Nutzungsdauer, Abschreibungsmethode, voraussichtlicher Restwert, etc.). Auch die Anlagenbuchhaltung kann ein probates Mittel zur Ermittlung des idealen Ersatzzeitpunktes oder zur strategischen Ausrichtung der Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an einzelnen Anlagen sein, wenn sie die entsprechende Aufwandsentwicklung der Anlage durchsichtig macht.

Darüber hinaus kann die Betriebskostenrechnung im Sinn der Wertbilanzierung alle werksbezogenen Aufwendungen abbilden, die im Laufe des Produktlebenszyklus einer Anlage entstehen können. Dies kann von den Projektplanungskosten während der Planungsphase über die Bereitstellungs-, Nutzungs- und Verbesserungskosten bis hin zu den Stilllegungskosten gehen. Die Investitions- und Abschreibungsplanung wird im Zuge der Jahresbudgetplanung auch mit Hilfe von Erkenntnissen aus der Anlagenbuchhaltung durchgeführt.

Eventuelle Instandsetzungskosten werden gegen neue Anschaffungskosten abgewägt und die Entscheidung auf der Grundlage der Anlagenbuchhaltungsdaten gemäß der Ergebnisrechnung getroffen. In der Regel bestimmt die Anlagenbuchhaltung auch den Aufteilungsschlüssel für die Betriebskostenrechnung, soweit es sich um das Sachanlagevermögen handelt. Das Anlagenbuchhaltungsdatenmaterial bildet die Datenbasis für die physische Bestandsaufnahme und unterstützt diese.

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