Asset Management Definition

Definition der Vermögensverwaltung

Vermögensverwaltung ist der englische Begriff für professionelle Vermögensverwaltung. Vermögensverwaltung In jeder Anlageform, sowohl für private als auch für institutionelle Investoren, steht drei Auswahlkriterien im Vordergrund: Performance, Liquiditätssituation und Vertrauen. Der Investor hat die Wahl zwischen mehreren Anlagemöglichkeiten. Neben den klassischen Anlageformen wie Sparbüchern, Sparbriefen oder Anlagen in Aktien oder Anleihen werden die unterschiedlichen Arten der Vermögensbewirtschaftung bei Investitionsentscheidungen immer wichtiger.

Das Management von Portfolios, d.h. eine große Anzahl von Verbriefungsrechten durch einen Dritten (Asset Manager) im Sinne von Managementverträgen, wird als Asset Management bezeichnet. Darunter versteht man die Vermögensverwaltung. Zusätzlich zu den Wertschriften können auch Liegenschaften oder andere Formen von Verbriefungsrechten wie z. B. Partizipationen etc. weiter definiert werden. Sie sind jedoch nur Randphänomene und nicht im Fokus der Aufmerksamkeit.

Der Vermögensverwalter hat das Bestreben, bei einem bestimmten Risikolevel eine über bestimmte Perioden hinweg erhöhte Verzinsung zu erreichen als bei einer alternativen Anlage oder das Verlustrisiko bei einer bestimmten Verzinsung zu mindern. Sogar bei institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften oder Kreditinstituten wird die Bewirtschaftung ihrer flüssigen Mittel oft ausgelagert und ein spezialisierter Vermögensverwalter mit der Vermögensverwaltung beauftragt.

Je nach Standardisierungsgrad lässt sich die Vermögensberatung für Privatkunden in zwei Kategorien einteilen: die einheitliche Vermögensbetreuung für eine große Anzahl von Investoren in Gestalt von Anlagefonds und die Einzelvermögensbetreuung mit anlageindividuellen Strategien. Der Unterschied zwischen Asset Management und anderen Anlageformen richtet sich nach dem Anlagestrategie.

Die Investoren erwarten eine positive Rendite aus dem Erwerb und der anschließenden Veräußerung von Wertpapieren. Die Vermögensverwaltung konzentriert sich eindeutig auf das Anlagermotiv. Die Anlegerin hinterlässt dem Vermögensverwalter für einen bestimmten Zeitpunkt einen Betrag, um ihre Renditeerwartungen auf einem bestimmten Risikolevel zu erwirtschaften. Andererseits hat die zweite Welle von Trusts bereits in alle anderen Formen von Wertpapieren investiert, z.B. in amerikanische Bahnaktien.

In den Folgejahren verbreitete sich die Vorstellung eines Investmentfonds von England aus auf andere Staaten. Die Ende des vergangenen Jahrhundert gegrÃ?ndeten US-Investitionsunternehmen haben einen entscheidenden Beitrag zur gegenwÃ??rtigen globalen Verbreitungsstrategie der Anlageidee geleistet. Der Boston International Investment Trust, die weltweit führende Vermögensverwaltungsgesellschaft, nahm 1894 und 1904 den Colonial Fund in Betrieb. 1924 erfolgte die Gründung der noch heute aktiven Unternehmen (Massachusetts Investors Trust, State Street Investment Corporation, US & Foreign Securities Corporation).

Nach mehreren unsuccessful attempts in the 1920s, four banks founded the first investment company, Allgemeine Deutsche Investment gesellschaft mlp in Munich (ADIG), on 23 November 1949 (Bayerische State Bank, Bayrische Hypotheken- und Wechselbank, Banhaus Seiler und Co. und der Jüdischen Wiedergutmachungsbank Frankfurt). In Deutschland wurde 1962 der erste Sonderfonds für den institutionellen Investor als Anlagefondsvariante mit einem Vermögen von 5 Mio. DEM aufgesetzt.

Ende 2003 betrug das verwaltete Vermögen in Deutschland 1,5 Bill. USD, was bedeutet, dass der deutsche Marktanteil am gesamten westeuropäischen Markt von fast 13 Bill. USD 12 Prozentpunkte ausmacht. Noch eindrucksvoller ist die Performance von Special Funds, d.h. von solchen für institutionelle Anlegern.

Der kontinuierliche Anstieg der Finanzanlagen hat wesentlich dazu beizutragen, dass die Vorstellung von Asset Management zu diesem Erfolgsfaktor wird. Das Finanzvermögen der Privathaushalte ist zwischen 1990 und 1998 um 78% auf USD 3,2 Bill. gestiegen. Für die wissenschaftliche Fortentwicklung der Vermögensverwaltung war die Tätigkeit von Harry M. Markowitz (Markowitz, H.M. 1952) ausschlaggebend.

Seine 1952 veröffentlichte Vorstellung von einem leistungsfähigen Portfolio bildete den Grundstock für die heutige Portfolio-Theorie. Die Besonderheit von Markowitz\' besteht in der praktischen Umsetzung nicht nur in der Ausarbeitung von Diversifizierung und Risiko, sondern auch in der Überwindung der Einzelbewertung von Wertpapieren und in der Auseinandersetzung mit dem Portfolio, dem eigentlichen Gegenstand des Asset Management.

Sowohl bei Privatanlegern, vermögenden Privatpersonen als auch bei institutionellen Anlegern (Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften, Stiftungen, Regierungsorganisationen, Zentralbanken und supranationalen Organisationen) wird das Geldbeträge an Vermögensverwalter vergeben, um von den Vorteilen der Spezialisierung profitieren zu können. Ein besonderes Wachstumsfeld sind die unterschiedlichen Altersvorsorgeformen. Die Investitionen in Anlageprodukte sind in den USA fester Bestandteil auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge und vervollständigen die Tätigkeiten der Gesellschaften im Bereich der beruflichen Vorsorge.

Im Jahr 1978 wurde das heute als 401 (k) Pensionsplan bezeichnete Vorsorgeprodukt für die Privatvorsorge aufgesetzt. Die großen Erfolge der 401 (k) Planungen in den USA sind letztlich auf den Steuervorteil der Investition mit anschließender Versteuerung der Einnahmen bei deren späterer Nutzung zurückzuführen. Für die Zukunft ist dies von entscheidender Wichtigkeit. Basis ist das Altervermögensgesetz (AVmG), das der betrieblichen und privatwirtschaftlichen Vorsorge eine größere Priorität einräumt.

Mit der Verabschiedung des Alterseinkünftegesetzes zur Harmonisierung der steuerlichen Erfassung von Pensionen aus unterschiedlichen Bezugsquellen wurde zur Jahresmitte 2004 begonnen. Darüber hinaus hat der Versicherer in allen Altersvorsorgebereichen, d.h. in der gesetzlichen Rentenversicherung (1. Säule), der beruflichen Vorsorge (2. Säule) und der persönlichen Vorsorge (3. Säule), Regulierungsverbesserungen durchgesetzt.

Mit diesen Änderungen werden im Bereich der Vorsorge aktiver verwalteter Investmentprodukte an Gewicht zulegen. Diese Änderungen werden daher zu weiteren Zuflüssen in der Vermögensverwaltungsbranche auslösen. Dabei wird die Funktion der AS-Fonds (Altersvorsorge-Sondervermögen), die vor der Pensionsreform eigens für die Alterssicherung konzipiert wurden, derzeit noch nicht vorhersehbar sein. Asset-Management-Organisationen sind in Bezug auf Eigentümerstruktur, geographischen Fokus, Investmentansätze und vieles mehr unterschiedlich.

Deshalb gibt es nicht für alle Vermögensverwaltungsgesellschaften gleichartige Anordnungen. Gleichwohl werden wir uns bemühen, die Vermögensverwaltungsorganisationen entsprechend ihrem Deckungsgrad zu strukturieren. In den Boutiquen der Vermögensverwaltung werden Spezialprodukte vor allem für Privatkunden angeboten. Die Anlageexpertise ist oft auf nur eine Anlageklasse (z.B. Aktie oder Anleihe) und den heimischen Aktienmarkt ausgerichtet.

Asset-Management-Konzerne dagegen umfassen alle Anlageklassen, mit Schwerpunkt auf inländischer Anlagekompetenz. Das Produktportfolio umfasst das Management aller Anlageklassen mit eingeschränkter Internationalität. Vermögensverwaltungsgesellschaften zeichnen sich gegenüber Mischkonzernen dadurch aus, dass sie sowohl auf der Anlage- als auch auf der Produktseite den Weg von der nationalen Ausrichtung zur realen Globalisierung eingeschlagen haben.

Die Betreuung der Kundschaft erfolgt nicht mehr aus der Perspektive des Herkunftslandes des Vermögensverwalters, sondern wird global als lokaler Kunde betrachtet. Die Vermögensverwaltungsgesellschaften müssen in der Regel in derstande sein, eine Vielzahl von Kulturkreisen zu durchdringen. Eine Analyse der Erfolgsaussichten der hier in vereinfachter Form vorgestellten Unternehmensformen ergibt, dass die Wichtigkeit von Asset-Management-Boutiquen aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung eher nachlassen wird.

Für die Ausweitung der Produktvielfalt oder für die Auslandsexpansion fehlt es in der Praxis meist sowohl an Finanzmitteln als auch an Managementkapazitäten. Auch die Expansionschancen für Asset-Management-Konzerne sind trotz der breiteren Angebotspalette und der bereits eingetretenen gewissen Internationalisierung eingeschränkt. Bei globaler Ausbreitung können kulturelle Konflikte entstehen, wenn es darum geht, vermehrt auch international tätige Unternehmen oder Mitarbeitende zu vernetzen, und Managementkonflikte, vor allem im Zusammenhang mit zentralisierten versus dezentralen Managementstrukturen.

Der Trend geht zu einer weltweit agierenden, authentischen Vermögensverwaltung. Wegen der großen Koordinationskomplexität der weltweiten Tätigkeiten und des relativ großen Eigenkapitalbedarfs wird nur eine beschränkte Anzahl von Unternehmen den Weg zu einer global agierenden Vermögensverwaltungsgesellschaft einschlagen können. Steigender Wettbewerbs- und Kosten- druck einerseits und die gezielte Neupositionierung im Asset Management über mehrere Erdteile hinweg andererseits haben in den vergangenen Jahren zu einer Fokussierung in der Asset Management Branche beigetragen.

So wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise eine große Anzahl von strategisch wichtigen Kooperationen zwischen anglo-sächsischen und inländischen Vermögensverwaltern aufgebaut. Wegen der geringen Markteintrittsbarrieren wurden viele kleine Vermögensverwaltungsgesellschaften gleichzeitig aufgesetzt. Mit der Verschärfung des Wettbewerbes im Asset Management kommt es auch zu einer Neuordnung der traditionellen Vertriebstätigkeiten von Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften.

Es haben sich alternativen Vertriebskanäle wie Discount-Broker, Fonds-Shops, Vermögensverwalter und Managementgesellschaften durchgesetzt und der Verkauf über das Netz oder E-Business wird in Zukunft wahrscheinlich zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Produktvertriebs im Asset Management werden. Dies ist eine weitere Aufgabe für Dienstleister und Käufer von Vermögensverwaltungsdienstleistungen.

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