Bitkom Cloud

Die Bitkom Cloud

Cloud-Computing Wir von KPMG und Bitkom Research publizieren unsere Forschungsergebnisse zum "Cloud Monitor 2017". Der Cloud-Einsatz in der Volkswirtschaft boomt: Zwei von drei Firmen (65 Prozent) in Deutschland nutzten 2016 Cloud Computing. Der Cloud-Anwenderanteil in den Betrieben ist im Vorjahresvergleich um 11 %-Punkte von 54 % gestiegen. 2014 waren es nur noch 44 aufwärts.

Dies ist das Resultat einer von Bitkom Research im Namen der KPMG AG durchgeführten Repräsentativbefragung unter 554 Firmen mit 20 oder mehr Mitarbeiter. "Das Cloud Computing hat sich etabliert und ist innerhalb weniger Jahre zur Basistechnologie für die digitale Umsetzung geworden", sagte Dr. Axel Pols, Managing Director von Bitkom Research, bei der Präsentation der Untersuchungsergebnisse. Das Cloud Computing macht betriebliche Abläufe effizient und erlaubt die Erschließung von neuen, digitalen Geschäftsmodellen.

"Während es bisher eine große Kluft zwischen großen und kleinen Konzernen gab, ist der Prozentsatz der Cloud-Anwender mittlerweile sehr ähnlich geworden. Im Jahr 2016 stieg die Cloud-Nutzung in Betrieben mit 20 bis 99 Beschäftigten um 12 in Prozentpunkten auf 64% an. Sie stieg in Betrieben mit 100 bis 1.999 Beschäftigten um 7 Zähler auf 69 Zehntel.

Für große Konzerne mit mehr als 2000 Beschäftigten beträgt der Prozentsatz der Cloud-Benutzer 67 Prozentpunkte (minus zwei Prozentpunkte). Unter Cloud Computing versteht man aus Anwendersicht die bedarfsorientierte Inanspruchnahme von IT-Services wie z. B. in Form von SaaS, Speicherkapazität oder Rechenpower über Datennetzwerke. Bei dem Datennetzwerk kann es sich um ein firmen- oder unternehmensinternes Intra- (Private Cloud Computing) oder um das Öffentliche Netz (Public Cloud Computing) handeln.

Laut den Umfrageergebnissen setzten 2016 44 Prozentpunkte der befragten Firmen auf privates Cloud Computing. Das Vorjahr lag bei 38 Prozentpunkten. In einer privaten Cloud ist die erforderliche Infra-struktur wie Servercomputer oder Datenspeicherung entweder im eigenen Haus oder in einem fremden Datenzentrum untergebracht. "Seit einigen Jahren geht der Markttrend in der Wirtschaft dahin, den Betreib von privaten Clouds an unabhängige IT-Dienstleister auszulagern", sagt Pols.

Lediglich 13 Prozentpunkte der untersuchten Firmen lassen Private Clouds noch ganz alleine laufen. Mit 26% war die Aktie vor vier Jahren noch einmal so hoch. Auch das Thema Öffentliches Cloud Computing, bei dem Firmen, Verbände oder Einzelpersonen IT-Dienstleistungen über das staatliche Netz in Anspruch nehmen, befindet sich in einem weiteren Aufschwung. Eine weitere Entwicklung ist zu verzeichnen. Im Jahr 2016 nutzten 29 Prozentpunkte der untersuchten Firmen den Einsatz von öffentlichem Cloud Computing.

Sie lag 2015 bei 26 Prozentpunkten und im Jahr zuvor nur bei 16 Prozentpunkten. "â??Nach dem Ã?berprÃ?fung der Public Cloud bereits im letzten Jahr nimmt die Anzahl der Nutzer weiter zuâ??, sagte Pols. Bei 49% der Nutzer der öffentlichen Cloud greift man auf Softwareanwendungen im Internet zu (Software as a Service), 47% auf die technischen Dienste wie Datenspeicherung oder Datenverarbeitung (Infrastructure as a Services) und 28% auf spezifische Entwicklerwerkzeuge oder Betriebsysteme (Platform as a Service).

In der Cloud verschieben 23 Prozentpunkte einzelne Unternehmensprozesse in die Cloud (Business Process as a Service). Wichtigster Anwendungsbereich ist wie im vergangenen Jahr die Office-Software, die von 46% der Public Cloud-Anwender genutzt wird. Der Einsatz von Security-Lösungen in der Cloud steht mit 44% an zweiter Stelle, vor der so genannten Gruppenware (E-Mail, Newsletter, etc.) mit 35% und den Collaboration-Tools für die unternehmensinterne Kollaboration mit 33%.

Waren es im vergangenen Jahr noch 29 Prozentpunkte, die Security as a Service in der öffentlichen Cloud nutzen. "Mehr und mehr Firmen sehen die Möglichkeit, die Sicherheit ihrer Daten mit Hilfe von Open-Cloud-Lösungen zu verbessern", sagt Marko Vogel, Direktor für Cybersicherheit bei KPMG. 57 Prozentpunkte der untersuchten Manager und IT-Manager bewerten ihre Firmendaten in der öffentlichen Cloud nach den Umfrageergebnissen als "sehr sicher" oder "eher sicher".

Lediglich 4 Prozentpunkte betrachten ihre Angaben als "sehr unsicher" oder "eher unsicher". Die 37% können keine eindeutige Stellungnahme abgeben und haben sich für die Antwortmöglichkeit "Teil / Teil" entschlossen. "â??Die Ã?berwiegende Mehrzahl der Firmen vertraut auf die ZuverlÃ?ssigkeit ihrer Informationen in der Cloudâ??, sagt Vogel. 22% aller Teilnehmer gaben an, dass es in den letzten 12 Monate Vorfälle mit Datensicherheit in ihren eigenen internen IT-Systemen gibt.

Wiederum 19 Prozentpunkte geben an, dass es einen Tatverdacht gab. Bei den Anwendern von Public Cloud-Lösungen geben 19% an, dass Sicherheitsvorfälle aufgetreten sind, und nur 13% vermuten, dass sie aufgetreten sind. "Firmendaten sind in der öffentlichen Cloud ebenso gut abgesichert wie in den hauseigenen IT-Systemen", sagt Vogel. "Allerdings brauchen Firmen ein angepaßtes Security Management für ihre öffentlichen Cloud-Anwendungen.

"84 Prozentpunkte der Befragten lagern angeblich überkritische Geschäftsinformationen in der öffentlichen Cloud. Mehr als 67 Prozentpunkte der Nutzer der öffentlichen Cloud lagern kommunikative Informationen wie E-Mails, 27 Prozentpunkte persönliche Informationen und 19 Prozentpunkte geschäftskritische Informationen. Rund zwei von drei Anbietern haben Massnahmen zur Erhöhung der Informationssicherheit in der Cloud getroffen. Die 63-prozentige Kontrolle über die unbefugte Verwendung von öffentlichen Cloud-Diensten im Konzern.

Dabei werden neben eindeutigen unternehmensinternen Regelungen für die Wahl und Inanspruchnahme von Cloud Services auch die Bewertung von Firewall-Logins oder besondere Sicherheitschecks der eingesetzten Cloud-Anwendungen eingesetzt. "Das unkontrollierte Wachstum bei der Verwendung von Cloud-Services sollten Firmen meiden, um Sicherheitslöcher zu vermeiden", sagte Vogel. Die Cloud Computing-Technologie wird von einem knappen Viertel der Firmen (34 Prozent) noch nicht beherrscht.

In der Cloud verwenden neun von zehn Nutzern (91 Prozent) besondere Sicherheitsdienste, um unberechtigten Zugriff zu unterbinden und die eigenen Informationen zu schutz. Dies umfasst die Datenverschlüsselung in der Cloud oder die Überwachung der Endgeräte und Applikationen, mit denen unübliche Zugänge oder Datenausgänge rasch erkannt werden können. Lediglich ein knappes Dritteln von ihnen ist bereits in einem frühen Stadium in die Wahl der Cloud-Anbieter eingebunden.

"â??Die Studienergebnisse belegen, dass es vielen Firmen noch immer an einem umfassenden Security Management fÃ?r die Cloud mangeltâ??, sagte Vogel. Methodischer Hinweis: Die Daten basieren auf einer Befragung, die Bitkom Research im Namen der KPMG, der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma, durchführte. Es wurden 554 Betriebe aus allen Industrien mit 20 und mehr Beschäftigten durchleuchtet.

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