Cloud Applikationen

Wolkenanwendungen

Die Überwachung und Verwaltung von Anwendungen ist besonders in Cloud-Umgebungen wichtig. Im Prinzip sind dies die beiden Möglichkeiten, bewährte IT-Funktionalitäten in die Cloud zu bringen. Im Cloud Integration Center können Unternehmen drei Cloud-Nutzungsvarianten nutzen: Die Anwendungs-Cloud (Software as a Service - SAAS) ist ein wichtiger Bestandteil.

Fünftens: Migrationen und Verwaltung von Cloud-Anwendungen

Für Firmen ist es heute alltäglich, ihre Applikationen in die Cloud zu verschieben. Weil Applikationen viel Platz und Bandbreite im Rechenzentrum beanspruchen, ist die Cloud oft die kostengünstigere Variante, um die Kosten für eine kostspielige Serverinfrastruktur zu ersparen. Manche Applikationen, wie E-Mail und andere Telekommunikationslösungen, sind leicht zu transferieren.

Aber die Cloud ist nicht für alle Fallbeispiele eine Patentrezeptlösung. Beispielsweise sollten Firmen sehr sorgfältig sein, wenn es um Applikationen geht, die vertrauliche Informationen enthalten. Zudem sollten die Zuständigen dafür sorgen, dass die Applikationen in der Cloud ebenso gut funktionieren wie auf der lokalen Plattform. Um die Cloud-Kosten unter Kontrolle zu halten, sollten Sie außerdem eindeutig festlegen, wer eine neue Virtual Machine einrichten darf - und wer nicht.

Anhand der fünf nachfolgenden Fragestellungen können Sie die Anwendungsmigration in die Cloud und ein verlässliches Cloud-Applikationsmanagement konzipieren und umsetzen. Mit welchen Applikationen kann man die Cloud nutzen? Die Auswahl der geeigneten Applikationen für den Einsatz in der Cloud ist von Anfang an ebenso von Bedeutung wie die sorgfältige Verwaltung bei ihrer Ausführung in der Cloud.

Die Beantwortung der Eignungsfrage für Cloudumgebungen ist stark davon abhängig, welches Cloud-Konzept zum Einsatz kommt. Im Allgemeinen sind Privat-Clouds für Administratoren besser geeignet, wenn es um unternehmenskritische Applikationen geht. Aber selbst wenn die Informationen in einer privaten Cloud im Einfluss des Unternehmen verbleiben, ist die Datensicherheit nicht gewährleistet.

Hybrid-Clouds, bei denen die Steuerungsmöglichkeiten der Privat-Cloud mit der Anpassbarkeit der öffentlichen Cloud verbunden sind, erfreuen sich ebenfalls wachsender Popularität. Doch welche Applikationen sind die richtige für die Cloud? In der Regel werden Dienste für die unternehmensinterne und unternehmensinterne Koordination und Kollaboration zunächst in die Cloud verschoben. Oftmals entscheiden sich die Firmen für diesen Ansatz, um Geld zu sparen und ihre Zeit und Kraft auf andere Tätigkeiten, wie z.B. die Entwicklungsarbeit, zu bündeln.

Brauchen Sie einen Neuaufbau von Applikationen für die Cloud? Es können nicht alle Applikationen einfach in die Cloud verschoben werden. Insbesondere ältere Applikationen erfordern oft kostspielige und zeitaufwändige Umbauten, bevor sie auf einer Cloud-Plattform einwandfrei ablaufen. Dies sichert auch die Flexibilität und Anpassbarkeit der Cloud für diese alten Applikationen.

Die Flexibilität der Cloud kann sowohl die Anwendungsleistung als auch den Return on Invest steigern. Die Konvertierung von Applikationen für die Cloud ist jedoch kein leichtes Unterfangen. Insbesondere wenn Applikationen nicht von Beginn an gut gestaltet und einprogrammiert wurden, müssen Firmen einen großen Teil des Programmcodes beim Einstieg in die Cloud umgeschrieben werden.

Welche Faktoren sind bei der Umstellung auf die Cloud entscheidend? Im Grunde ist es leicht zu erklären, warum Firmen Applikationen in die Cloud auslagern. Doch bevor eine spezielle Applikation umgestellt wird, muss die Unternehmens-IT darüber befinden, ob sie überhaupt für die Cloud ausreicht. Zur Risikominimierung sollten zunächst leicht migrierbare Applikationen und nicht geschäftskritische Arbeitslasten verschoben werden.

Im nächsten Prozessschritt der gelungenen Umstellung von Applikationen auf die Cloud gilt es, sich für eine genaue Verlagerung zu entscheiden. Am besten ist es, die Lösung als Software-as-a-Service (SaaS) zu verwenden, bei dem der Anbieter die gesamte Lösung verwaltet und die Informationstechnologie kaum Verwaltungsaufgaben hat? Ist es eine kundenorientierte Lösung mit zyklischen oder Punktlastspitzen, die von der Flexibilität der öffentlichen Cloud profitiert?

Schliesslich müssen Firmen auch die anfallenden Gebühren und die damit verbundene hohe Kostensicherheit der Cloud berücksichtigen. Cloud Computing und vor allem die Umstellung von Services auf die Cloud kann kostspielig werden, wenn Entscheidungsträger nicht vorsichtiger handeln. Während die Kalkulatoren der Cloud-Anbieter bei der Kalkulation der Migrationsgebühren behilflich sein können, sind diese in der Regel nicht präzise genug für wirklich robuste Kennzahlen.

Darüber hinaus sollten Firmen immer einen Backup-Plan haben, wenn ihr Anbieter nicht ihren Vorstellungen entspricht. ¿Wie kann die Leistung von Cloud-Anwendungen kontrolliert werden? Die Leistungsüberwachung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Cloud-Anwendung. Das Google Cloud Monitoring unterstützt z. B. die Verwaltung dabei, Leistungsprobleme in der Google Cloud aufzudecken. Amazon's CloudWatch überprüft die Leistung von AWS-Anwendungen.

Auf jedendfall sollten Administratoren neben den Monitoring-Tools ihre Applikationen regelmässig überprüfen und den Fortschritt der Leistungsentwicklung nachverfolgen. Welche sind aktuell die bedeutendsten Cloud-Trends? Die Containervirtualisierung ist der aktuell angesagteste Trendthema in der Cloud, und der Start-up-Docker kann als Grund für den derzeitigen Hype angesehen werden. Andockers ist Open-Source-Software und stellt eine Containerplattform für die Erstellung und den Betrieb von Applikationen in der Cloud bereit.

Kürzlich hat Jooyent mit dem Einsatz von Dockern begonnen und verbindet seine eigene containerbasierte Infra-struktur mit Dockercontainern. Seit dem Alpha-Release der Googles Container Engines treibt auch Googles Kooperation voran: Bereits früher hatte der Cloud-Gigant mit Cubernetes einen Open Source Container Manager auf den Markt gebracht. Firmen, die neue Applikationen in der Cloud erstellen wollen, sollten die Entwicklungen in der Docker-Umgebung im Auge behalten.

In der Cloud wird es in Zukunft wahrscheinlich keinen Weg mehr an Andockern vorbei geben.

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