Cloud Daheim

Wolke zu Hause

München: Multimedia Cloud zu Hause: Einrichtung von Media-Servern im Netz Die Münchner Mediaserver machen Urlaubsfotos, Hollywood-Filme oder Music-Alben im gesamten Hausnetzwerk verfügbar. Die Funktionalität ist ähnlich wie bei einer Cloud - nur dass der Datenserver mit den mitgelieferten Content zu Hause ist. Kunden benötigen auch ein Programm, um die vom Bediener bereitgestellten Daten zu suchen und abzuspielen. "Es werden fast alle Formate abgespielt.

"Es gibt aber auch Kunden- oder Remote-Anwendungen für Codo oder Plex. Sobald alle Endgeräte im Heimatnetzwerk eingeloggt sind, können Kunden den Bediener wiedererkennen und auf die dort gespeicherten Daten zugreif. "â??Das Funktionsprinzip ist vergleichbar mit dem von Cloudsâ??, erklÃ?rt Timm Lutter vom IT-Verband Bitkom. Um sich im Netz zu befinden, müssen beide ein geeignetes Kommunikationsprotokoll aktivieren, das sie einsehbar macht und den Austausch von Daten mit anderen Vorrichtungen ermöglicht.

"Sie sind hersteller- und geräteunabhängig", sagt Volker Zota von der Branchenzeitschrift "ct". Benutzer von Apple-Geräten verwenden dagegen häufig den eigenen Standard AirPlay von Apple, um Daten in ihrem privaten Netzwerk zu übertragen. Alle Kunden können in der Praxis mit den gängigsten Formaten wie MPEG-4, MPMP3 oder H.264 umgehen, sagt Zota. Es kann vorkommen, dass der Kunde beim Start die Fehlernachricht "Format unbekannt" anzeigt.

Das eigenständige Umwandeln der Daten in ein anderes Dateiformat ist ziemlich unangenehm, so Zota. Sie benötigt jedoch etwas Rechenleistung, insbesondere bei der Konvertierung von HD-Videos während des Streamings. Laut Zota sind diese jedoch bei 500 EUR nach oben verteuert. Die Transkodierung hat den großen Vorteil: "Egal welche Formatierungen die Kunden spielen können:

Bei dieser Lösung konvertiert der Bediener sie vollautomatisch", sagt Zota.

Iona' s Server: Open Source Cloud für zu Hause unter Testbedingungen

Nach dem Skandal der NSA und der Kritik an den Themen Drops, Google, Apple & Co. empfinden immer mehr Nutzer die Vorstellung der Privat-Cloud als äusserst reizvoll. Das Unternehmen Ionas steigt auf diesen Wagen und offeriert mit dem "Ionas Server" ein spannendes Konfigurationskonzept für die Cloud zu Haus. Wenn Sie sich von den großen Cloud-Anbietern unabhängiger machen wollen, aber trotzdem Ihre personenbezogenen Daten, Ansprechpartner und Terminvereinbarungen in einer zentralen Ablage ablegen wollen, damit Sie mobil per Notebook, Tablett oder Smart-phone darauf Zugriff haben, können Sie sich auf eine Privat-Cloud verlassen.

Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie z.B. das Einrichten eines Network Storage Device (NAS) mit einer entsprechenden Funktionalität oder das Einrichten des populären Raspberry Pi Mini-PCs mit der entsprechenden Applikation. Dieser funktioniert dann als serverbasierter Dienst, der einem oder mehreren Benutzern unterschiedliche Services wie Dateimanagement, Adreßbuch und Terminkalender zur VerfÃ?gung stellt  â? " im Heimnetzwerk und auf Reisen.

Der neu eingeführte Ionas-Server des Mainzer Traditionsunternehmens mit dem gleichen Namen geht exakt auf diese Vorstellung zurück. Die Serversoftware ist auf einer Micro-SD-Karte installiert, die als eine Art Harddisk fungiert, die ihrerseits auf Raspbian aufbaut, einer leichten Linux-Distribution, die eigens für den Gebrauch auf einem Himbeer entwickelt wurde. Ergänzt wird dies jedoch nur durch die bereits eingeführten Services, die gewisse Funktionalitäten bieten, die wir von Cloud-Anbietern her kennt.

Die Firma Meafile übernimmt die Cloud-Speicherung, die Dateiverwaltung und -synchronisierung sowie die Nutzer und ihre Zugriffsberechtigungen. Die Firma radiicale hingegen verwaltet die Adressdaten und Terminvereinbarungen nach dem CalDAV- oder CardDAV-Standard. Obwohl die Himbeere Pi ist bereits in einem Fall und kommt nicht als nacktes Brett, wie Sie es in Online-Shops erwerben können.

Allerdings will der Lieferant die Hardwaren in Zukunft vollständig in einem GehÃ?use lagern und evtl. auch auf eine andere Platform wechseln. Dies ist hardwaremäßig etwas besser gerüstet, so dass es mehr Performance-Reserven bringen würde, damit mehr Anwender ohne Probleme parallel auf die Serverdienste zugreifen können. Doch zunächst will sich Ionas auf die weitere Entwicklung der nach unserer Einschätzung größten Baufläche der Welt ausrichten.

Basis des Rechners ist eine bewährte und weit verbreitete Open-Source-Software, die neben den Programmen Meafile und Radiicale auch Mopidy (Musikserver), MinDLNA (DLNA-Server) sowie OpenVPN und den dd-client für den gesicherten Zugang von außerhalb des eigenen Netzes beinhaltet. Das ist auch die Kraft der Ionas, aber auch das eigentliche Phänomen. Die Mitarbeiterin, die uns bei der Einrichtung des Rechners unterstützt hat, war nicht nur ungemein sympathisch, sondern vor allem äußerst zielsicher.

Das Remote-Setup wird über eine Teamviewer-Sitzung durchgeführt, da der Zugang zum Datenserver nur über das Home-Netzwerk möglich ist. Remote Access wäre zu fehlerträchtig (Router einrichten etc.) und könnte dem Benutzer das unangenehme Gefuehl geben, dass der Provider auch ohne seine eigene Steuerung auf den Datenserver und vor allem auf die gesicherten Dateien zugreift.

Problematisch ist, dass die Zielgruppen Privatanwender sind, die nicht glauben, dass sie einen Ionas-Server (oder eine der bestehenden vergleichbaren Lösungen) bauen können, aber trotzdem eine Privat-Cloud betreiben werden. Nach dem derzeitigen Status konnten diese Benutzer den Datenserver nicht einmal selbst in Gang setzen, obwohl er bereits so weit wie möglich vormontiert ist.

Dies umfasst vor allem das Starten und Stoppen der Einzeldienste (Seafile, Radiicale etc.) sowie die gemeinsame Einrichten und Verwalten der Nutzer über LDAP. Derzeit müssen Sie Ihre eigenen Benutzeraccounts für die Bereiche Sea File und Radiicale einrichten. Ionas kooperiert bei der Erstellung von Daten mit dem SPDNS-Service des in Lüneburg ansässigen Anbieters Securepoint, der nur eine valide E-Mail-Adresse benötigt, um ein kostenloses Konto einzurichten - das ist erfreulich dateneffizient.

Gemeinsam mit dem VPN-Dienst können Benutzer beispielsweise mobil mit ihrem Handy eine gesicherte Anbindung an den Webserver herstellen und so auch ohne feste IP-Adresse auf See und Radikal aufsuchen. Auch die Vorkonfigurierung ist ein gutes Zeichen dafür, dass Ionas das Linux-Image nicht als Datei zum Herunterladen zur Verfügung stellt, sondern es nur zusammen mit der dazugehörigen Software liefert.

Auf Samba-Releases beruhen die Multimedialösungen Mopidy und MiniDLNA, der dazugehörige Dienst ist auch Teil der Basisausstattung des Ionas-Servers. Zur Musikwiedergabe stellt der Ionas Keller auch einen Audio-Ausgang zum Anschluss eines Lautsprechers zur Verfügung. Doch die Entwicklungs- und vor allem Supportkosten begründen den Kostenaufwand von 249 EUR - umso mehr, wenn Ionas in Zukunft in die Bedienerfreundlichkeit verschraubt wird und dem Anwender mehr Freiheit bei der Gestaltung gibt, ohne sich mit der Befehlszeile herumschlagen zu müssen.

Sicherheit: Technik-erfahrene Benutzer verbringen einen Nachmittag mit Basteln und stellen einen solchen selbst zusammen - zu einem Bruchteil des Kaufpreises.

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