Crm Model

Crm-Modell

Ziel des Comprehensive Resource Model (CRM) ist es, traumatische Erfahrungen zu überwinden. In zwei Zyklen wurde von einer internationalen Gruppe von CRM-Experten ein Prozessmodell entwickelt und bewertet. Wofür steht CRM? Umfassendes Ressourcenmodell Die Überwindung von traumatischen Erfahrungen ist das Anliegen des Umfassenden Ressourcenmodells (CRM). So können Vernetzung, Neuausrichtung und Veränderung erfolgreich sein.

Das CRM gibt dem Kunden die für den Therapieprozess notwendige Gewissheit in Gestalt von Resourcen. Die Zielsetzung des Umfassenden Ressourcenmodells ist die völlige Aufhebung aller Facetten von Trauma.

Das CRM ist nicht nur ein Instrument, das das Trauma-Management unterstützt. Die Modellierung beruht auf der Erkenntnis, dass ein traumatischer Stress komplett abgebaut wird, wenn er in allen Facetten sorgsam aufbereitet wird. Welche Anforderungen stellt die Traumatherapie? Jüngste wissenschaftliche Belege deuten darauf hin, dass ein traumatisches Ereignis auf einer höheren Stufe behandelt werden sollte als die der Gesprächsbehandlung, der verhaltenstherapeutischen Behandlung oder anderer bekannter therapeutischer Ansätze allein.

Also, was ist die Aufgabe des Traumas? Im Gegensatz zu seiner umgangssprachlichen Verwendung bedeutet der Ausdruck traumatisch im psychischen Zusammenhang nicht, was mit dem Disruptiven eigentlich passieren wird (etwas "Schlechtes" ist passiert). Nicht das Geschehen selbst, sondern das Ergebnis dieser Erfahrungen in Leib und Leben ist das Thema des Traumas. Die folgende Abbildung ist eine kleine Einleitung in die Wirkungsweise des Traumas aus der Sicht des Umfassenden Ressourcenmodells:

Traumata beeinflussen das Schicksal der Menschen in vielerlei Hinsicht. Diese einen Formen treten als einzigartiges Phänomen auf (Vergewaltigung, Kriege, Unfälle). Der andere Teil ist entwicklungsorientiert. Bindende Störungen im Säuglingsalter oder vor/kurz nach der Entbindung können ein Entwicklungtrauma auslösen. Das Entwicklungtrauma an sich ist ein "vollständiges" traumatisches Erlebnis, aber seine Folgen sind besonders gravierend, wenn es darum geht, nachfolgende traumatische Folgeereignisse im Alltag der Betreffenden zu heilen.

Dabei wurde es so konzipiert, dass das Nervenzentrum der Genesung durch automatische Abwehrreaktionen nicht mehr im Wege steht.

So kann jede Art von traumatischem Erlebnis therapiert werden, auch Entwicklungstraumata. Hemmnisse und Verstopfungen werden in diesem Leitbild direkt im Rahmen des Verfahrens angegangen. Mit dem Umfassenden Ressourcenmodell wird eine unmittelbare Beschäftigung mit tiefem Leid, Beschämung, Ekel und Angst möglich und der Weg zur Verwirklichung der eigenen Lebenswahrheit geebnet.

Mit dem Umfassenden Ressourcenmodell wird die Möglichkeit verstanden, der Realität unseres Daseins " nicht nachzugeben, ohne dem Bedürfnis nach Rückkehr in den " Schlaf " der Schutzreaktionen nachzugeben. Das Erkennen der nicht durch ein traumatisches Ereignis definierten Beziehung zwischen unserem "wahren / spirituellen / zentralen Selbst" befähigt die Hingabe, sich in all ihren Facetten und ihrer ganzen Macht zu entwickeln.

Daraus ergeben sich positive Auswirkungen auf die eigene Lebenswelt, die eigene Gastfamilie und die gesamte Lebenswelt. In den vom Umfassenden Ressourcenmodell verwendeten Verfahren werden die aktuellsten Erkenntnisse aus der Wissenschaft von Dr. Frank Corrigan in das CRM-Modell eingebracht (siehe Artikel zur Neurowissenschaft en im Fachbuch über die CRM-Methode).

So können die Kunden beim Blick auf ihre Geschichte vollständig im Hier und Jetzt konzentriert sein. Für die Bearbeitung mit CRM werden 7 Haupt- und 5 Nebenressourcen eingesetzt, die alle im Client fest verwurzelt sind. Sie sind in der Regel in der Position, die Funktionen des Zwischenhirns so zu verändern, dass auftretende Beschwerden und Abgrenzungen in den Subkortikalis nicht mehr aufrechterhalten werden.

So kann das Zugehörigkeits- und Verbindungsgefühl, das in den selben Bereichen des Mittelhirns angesiedelt ist, vom Kunden (wieder) erlebt werden. Obwohl einzelne im CRM verwendete Resourcen auch in anderen Psychotherapiemodellen eingesetzt werden können, ist es hier die Verknüpfung, Sequenz, Fluss und geschachtelte Nutzung dieser Resourcen, die es dem Kunden ermöglicht, sich gefahrlos durch das Resourcengerüst zu bewegen, um trotz der komplexen Sachverhalte des Gehirns/Geistes eine vollständige Lösung des Traums zu erreichen.

Die neurobiologischen Abwehrsysteme über Stammhirn, Organismus, Mittelhirn, Rinde und Rücken werden durch die geschichteten neurobiologischen Resourcen zersetzt. Dadurch hebt sich das CRM-Modell von vielen anderen Models ab und charakterisiert auch seine Wirksamkeit. Der Einsatz von vernetzten Resourcen, die über bestimmte Augenstellungen miteinander oder nacheinander in die Gesamtbehandlung eingebunden sind, ist für die Änderung der Midbrain-Strukturen nach dem CRM mitentscheidend.

Worin besteht der Unterschied zwischen CRM und anderen Therapieformen der Traumatologie? Die Ressourcenbildung im CRM wird nicht nur als Mittel zur Entwaffnung der Verteidigung eingesetzt, sondern auch als gleichzeitiger und konstitutiver Teil der Traumaarbeit als solche. Durch die mehrfache Schichtenbildung von CRM-Ressourcen entstehen mehrere parallel laufende Zyklen, die in den relevanten Hirnstrukturen parallel durchlaufen werden.

Durch die Mehrschichtigkeit der CRM-Ressourcen können viele Zyklen im parkasympathischen Nerven-System aktiviert werden, gleichzeitig aber auch die Auslösung und Verarbeitung des Traums. Die Kundenressourcen helfen den Kunden, gegenwärtig und im Organismus zu sein, bis die Löwenzahnregion der untragbaren Auswirkungen "entfernt" wird. CRM-ausgebildete Therapeutinnen und -Experten erkennen die Unterscheidung zwischen authentischen Prozessabläufen und Fehlreaktionen oder "Hamsterzyklen".

Letzteres sind Retraumatisierungen, die nicht zu laufenden Änderungen im Kundenverhalten, den Erkenntnissen oder den Verhältnissen mit dem Selbst und anderen Menschen aufkommen. Der Therapeut lernt, sich auf die Belange und den Verlauf der Klientinnen und Klientinnen einzustellen. Dazu erwerben sie das CRM-Modell und erweitern ihr Wissen darüber durch die Nutzung von CRM-Ressourcen im Selbstbewusstsein und durch ihren eigenen Heilung.

Tatsächlich ist das ultimative Arbeitsziel von CRM die folgende Phase der persönlichen Entwicklung: die kontinuierliche Ausgestaltung des nicht reaktiven, vernetzten, nicht durch ein traumatisches Ereignis definierten Selbst. Dabei wird großen Wert darauf gelegt, dass die Kunden zwischen den einzelnen Sessions den selbständigen Umgang mit den Resourcen erlernen. Der psychische und spirituelle Gesundheitszustand der Therapie wird als ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem CRM erachtet.

Das CRM sieht den Mittehirn als Ursache für traumatisch bedingte Beeinträchtigungen und Abwehrreaktionen. Sie werden im Periaqueductal Grey (PAG), einer Gegend im Oberhirnstamm, sowie durch Bindung, Pflege, Ernährung, Spiel und andere positive Resourcen erzeugt. Denn dort sind nicht nur die traumatischen Reaktionsweisen sondern auch die notwendigen Mittel zu ihrer Lösung angesiedelt.

Dadurch entsteht der Zugriff auf die traumatische Erlebniswelt und auf die Unterstützungsressourcen, die während der Tätigkeit aktiv werden. Der Einsatz des CRM-Modells bewirkt eine Vertiefung der Beziehung zwischen Arzt und Patienten, ohne dass die Beziehung zum Arzt als einzige Quelle und Triebkraft im Veränderungsprozess des Kunden dienen muss.

Sämtliche CRM-Ressourcen sind körperbezogen. Entscheidend ist die Verknüpfung einer beliebigen Quelle mit einer entsprechenden Sichtposition. Dabei können die internen Resourcen und die Augenstellung auf das gesamte Spannungsfeld der Dissoziation übertragen werden - angefangen bei einer kleinen Dissoziation, die die Funktionsfähigkeit im Alltagsleben nicht signifikant beeinflusst und mit der wir alle vertraut sind, bis hin zu einer Dissoziationsstörung der Identität.

Mit einer konsequenten Umsetzung in all ihrer Intensität und Stärke verstärkt das CRM-Modell das Potenzial der selbstheilenden Kräfte. Das Traumamodell (Colin Ross), Atmung und Körpertechniken aus der heilenden Arbeit von Barbara Barnett und Lisas Ressourcenmodell. Die Erinnerung und Wiederverbindung mit der eigenen Lebensfreude, den eigenen geistigen Mitteln sowie mit den Mitteln unserer Ahnen ist für den Prozess ebenso bedeutsam wie die Einbindung von traumatischen und schmerzhaften Erlebnissen.

Der Umgang mit den Mitteln erlaubt die alchemistische Heilkunst, d. h. die Erkenntnis der Wiederverbundenheit mit den innersten Ursprüngen im Körper, auch im Zusammenhang mit unserem Schmerz. Diesen Gesichtspunkt der Persönlichkeitsentwicklung und -expansion greift das CRM explizit auf und ist in die Projektarbeit eingebunden.

Mehr zum Thema