Dienstleistung eu

Service eu

Alleinstellungsmerkmal: Grenzflächendienste In der Regel hängen die Regelungen für den Standort der anderen Dienstleistungen - und damit deren Versteuerung - davon ab, ob der Leistungsnehmer selbst unternehmerisch handelt oder nicht (§ 3a Abs. 5 UStG). Ist der Adressat beispielsweise ein unternehmerischer Gesellschafter, wird in der Regel eine Dienstleistung (andere Dienstleistung) an dem Standort erbracht, an dem der unternehmerische Gesellschafter sein Geschäft und seine Betriebsstätte ansässig sind (§ 3a Abs. 6 UStG).

Handelt es sich bei dem Begünstigten um einen Nichtunternehmer, werden die sonstigen Leistungen in der Regel an dem Standort erbracht, an dem der erbringende Entrepreneur seine Geschäftstätigkeit ausübt (Betriebsstätte) (§ 3a Abs 7 UStG). Mit der UID-Nummer wird der unternehmerische Status des Leistungsempfängers nachgewiesen, der verpflichtet ist, den ausführenden Entrepreneur hierüber zu informieren.

Andere Dienstleistungen, bei denen die Übertragung der Steuerpflicht auf den Dienstleistungsempfänger, den Unternehmer (UID-Nummer), nach Artikel 196 der Mehrwertsteuerrichtlinie 2006/112/EG obligatorisch ist, müssen in die Zusammenfassung (ZM) miteinbezogen werden. Dazu gehören vor allem alle weiteren Vergünstigungen, die nach der Grundverordnung in einem anderen EU-Mitgliedstaat auf der Grundlage von 3a Abs 6 ZStG ("am Bestimmungsort") steuerpflichtig sind:

WICHTIG Es gibt einige Ausnahmefälle, in denen der Ort der Erbringung von Verkehrsleistungen nicht unter die oben genannte Grundvorschrift fällt, wie z. B. bei der Beförderung von Fahrgästen oder bei der Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Bereich der unbeweglichen Güter. So sollten z. B. diese Dienste und solche für Nichtunternehmer ohne UID-Nummer nicht in die Zusammenfassung aufgenommen werden. Wenn die Dienstleistung in einem anderen Mitgliedsstaat erbracht wird, kann sich der liefernde Gewerbetreibende prinzipiell darauf verlassen, dass die Steuerpflicht auch auf den Dienstleistungsempfänger in diesem anderen Mitgliedsstaat übertragen wird (Reverse-Charge-System), wie dies in Österreich für die von einem ausländischen Gewerbetreibenden erbrachten Leistungen der Fall ist.

Für die Rechnungsstellung im Zuge des Reverse-Charge-Systems, das bis zum fünfzehnten Tag des auf die Erbringung der Dienstleistung folgenden Monats durchzuführen ist, ist folgendes zu berücksichtigen ( 11 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz): WICHTIG Seit dem ersten Januar 2015 sind neue EU-weite Leistungsregeln für die Erbringung von anderen Dienstleistungen, Telekommunikations-, Radio- und Fernsehempfangsdienstleistungen an Nichtunternehmer (Wohnsitz, satzungsgemäßer Ort oder gewöhnlicher Aufenthaltsort des Dienstleisters, 3a Abs. 13 Umsatzsteuergesetz) zu befolgen.

Zugleich wird für diese anderen Dienstleistungen eine zentrale Kontaktstelle ("EU VAT One-Stop-Shop (MOSS)") eingerichtet.

Auch interessant

Mehr zum Thema