Eigener Webserver

Ein eigener Webserver

Der NAS als eigener Webserver. Ein eigener Webserver ist für viele verlockend. Ihr eigener Webserver ist keine schwere Box, die Sie in Ihr Wohnzimmer schieben müssen. Das kostet nichts extra, der eigene Computer reicht aus.

Richten Sie einen Webserver auf Ihrem Heim-PC ein - Richten Sie einen Webserver ein: So gelangen Sie schrittweise zum Linux Web Admin

Diese muss dann jedoch den ganzen Tag über ausgeführt werden, damit Ihre Websites immer zugänglich sind. Installiere die Serversoftware: Um Web-Seiten auf Ihrem Computer bereitstellen zu können, ist ein HTTP-Server erforderlich. Linux verwendet in der Regel den HTTP-Server Apache. Bei den meisten Content-Management-Systemen werden auch die Skriptsprache PHP und die Datenbasis My SQL benötigt. Entweder über die Softwareverwaltung der Linux-Distribution oder in einem Terminalfenster: Dann installierst du das Verwaltungstool für My-SQL-Datenbanken mit dem Programm apt-get install vormin.

Individuelle Content-Management-Systeme können zusätzliche Packages wie Perl oder Phyton erfordern.

Richten Sie NAS ein: Der NAS als eigener Webserver

Der Einsatz eines NAS als Webserver ist offensichtlich - und bei grösseren Modellreihen von QNAP, Synology, Asus & Co. auch ganz unkompliziert. Wikis, Weblogs und Content-Management-Systeme können Sie mit geringem Zeitaufwand installieren, auch wenn der NAS-Hersteller sie nicht selbst bietet. Es versteht sich von selbst, dass ein Network Attached Storage (NAS)-System der ideale Webserver für Ihr Zuhause ist - denn Sie greifen bereits über eine Webserver-Funktion auf die NAS-Schnittstelle zu.

Sinnvoll ist es, den allgemeinen Webserver, den Datenbankrechner und eventuelle Webanwendungen zu deaktivieren. Hier können Sie Content Management Systeme (CMS) wie Wordpress oder Joomla, Host-Wikis wie die Wikipedia-Stiftung MediaWiki, eBusiness-Plattformen, Games oder auch ganze Social Networks einrichten. Sie erfahren, wie Sie die Bediener einrichten und dann die Applikationen installieren.

Das Verfahren ist jedoch für alle NAS-Systeme grundsätzlich gleich - zumal Sie zwei verschiedene Möglichkeiten lernen: Erstens die Einrichtung von Webanwendungen, die vom NAS-Hersteller unmittelbar als Applikationen zur Verfügung gestellt werden und zweitens die "normale" Art und Weise, wie Sie Applikationen auf jedem Computer aufsetzen - NAS und Normalcomputer sind hier nicht anders.

Beispielsweise gelten Anwendungen, die MediaWiki für den ersten und für den zweiten Weg hält. Zuerst schalten Sie den Webserver ein - oder stellen Sie sicher, dass er ausgeführt wird, was auf den meisten Rechnern Standard ist. Mit QNAP finden Sie die Einstellung unter "Systemsteuerung / Anwendungen / Webserver". Wechseln Sie nun in der Steuertafel zum SQL Server, um die Anwendung zu starten.

Der Name phpMyAdmin wird vom Standardwerkzeug gehört und kann über das Applikationszentrum leicht eingerichtet werden. QNAP stellt die gängigsten Webanwendungen wie Wordpress, Joomla, MediaWiki oder die Lernplattform Laune als Anwendungen zur Verfügung. Durchsucht MediaWiki im Anwendungszentrum, richtet die Anwendung ein und startet sie dann. Sie landen im Webbrowser auf der Startseite des Wikis und erhalten eine Warnung, dass das Gerät zuerst eingerichtet werden muss, was Sie dann über den Wizard tun.

Hier ist die Anschrift im Webbrowser interessant: "mediawiki" ist lediglich der Namen des Verzeichnisses, in dem das Programm gespeichert wurde. Diese Installationsverzeichnisse befinden sich immer im sogenannten Root-Verzeichnis des Web-Servers. Übrigens ist der Webserver ein Apache-Server, der auch den Großteil des Internet auf seinen Bänken hat. Das Stammverzeichnis wird in der Standard-Installation "htdocs" (für hyptertext-Dokumente) genannt, in QNAP ist es der Share-Ordner "Web".

Sie können auch ganz unkompliziert eine Testdatei testen. txt mit ein paar Wörtern ausfüllen, in den Webordner legen und dann 192.168.178.20/test. txt anrufen - wenn alles klappt, sehen Sie den Text. Der Aufbau von TikiWiki zeigt, wie man die mit weitem Abstand meisten Webanwendungen mit Datenbankverbindung einrichtet.

Als erstes sollten Sie eine Datenbasis einrichten. Manche Programme können das selbst tun, aber es funktioniert nicht immer. Sie geben hier einen frei wählbaren Dateinamen ein, z.B. "tiki", und lassen die Datenbasis einrichten - die Standardeinstellungen können alle gleich sein. Laden Sie nun TikiWiki herunter und entpacken Sie es in einen Verzeichnis namens "tiki" im Stammverzeichnis.

Meistens geht es bereits in den Webbrowser, wo die tatsächliche Installierung der Applikationen läuft. Mit TikiWiki und einigen anderen Werkzeugen gibt es einen kleinen Schritt dazwischen: Wie du in der Akte "INSTALL" im TikiWiki-Verzeichnis lesen kannst, solltest du die Akte "setup.sh" auslösen. Dies ist komfortabel, da Ordnerberechtigungen wahrscheinlich das größte Hindernis bei der Installierung von Webanwendungen sind.

Dazu können Sie entweder eine Secure Shell-Verbindung (SSH) herstellen oder die Anwendung "shellinabox" verwenden, die Sie im Anwendungszentrum finden. Öffne das Endgerät und navigiere zum Ordner TikiWiki, unter QNAP z.B. mit "cd /share/Web/tiki". Hierfür führen Sie das Script mit dem Kommando "sh set-up. sh" aus - es folgt allen möglichen Nachrichten, die Sie mit Return abschließen können.

Die gesamten Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen und Sie können die TikiWiki-Installation in Ihrem Webbrowser öffnen - die Anschrift ist Ihnen wahrscheinlich klar: 192.168.178.178.20/tiki. Von hier aus können Sie je nach Anwendung mit unterschiedlichen Installationsprogrammen rechnen. Bezeichnung und Standort der Datenbasis und der Zugangsdaten. Der Standort hier ist in der regel "localhost", oder 127.0.0.0. 1, was lediglich das örtliche NAS (oder "diese Maschine") bedeutet.

Damit wäre das Setup erledigt und die beiden WLANs sind über den Webbrowser erreichbar. Falls Ihre WLANs oder andere Webanwendungen nicht nur für sich selbst in Ihrem Heimnetzwerk, sondern auch für den restlichen Erdball über das Netz bestimmt sind, haben Sie noch ein paar Aufgaben zu erledigen. Auch wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihre eigenen Webanwendungen zu nutzen. Nicht zuletzt fehlen noch die guten alten Port Releases, um Anforderungen aus dem Netz an den neuen Webserver umzuleiten.

Sie können hier ganz unkompliziert die Standard-Portversion "HTTP-Server" und den NAS als Zielrechner verwenden - und alle Webserver-Anfragen, d.h. alles über Port 80, werden von der Befritzbox an den NAS weitergeleitet, wo auch hier der Adpache darauf gewartet wird, dass er reagieren darf. Aber sobald Sie 20 Verzeichnisse in das Stammverzeichnis gelegt haben, wird es ärgerlich sein, sich alle Titel zu notieren und sie die ganze Zeit über im Webbrowser einzugeben.

Aufruf von 192.168.178.20/links. htm im Webbrowser und Sie sehen einen Verweis "TikiWiki", der - natürlich - TikiWiki ausführt.

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