Erp Bereich

Erp-Bereich

Wie sieht ERP aus? Sie wissen wahrscheinlich schon, dass ERP für ERP = Unternehmensressourcenplanung steht. Warum ist es in den Betrieben so wichtig? Worin bestehen die Unterschiede zwischen ERP-Systemen und welche Bedeutung haben sie im Zusammenhang mit der fortschreitenden Automatisierung? Unternehmensressourcenplanung, kurz ERP, ist der Name für ein Programm zur Einsatzplanung in Betrieben.

Oberstes Bestreben der entsprechenden Lösung ist es, die vorhandenen Kapazitäten so gut wie möglich zu nutzen und so die anfallenden Prozesskosten zu senken. Je nach Leistungsumfang umfasst die ERP-Software mehr oder weniger große Teilbereiche der Unternehmensprozesse. Dazu gehören klassischerweise Themen wie z. B. Warenwirtschaft, Beschaffung, Fertigung, Planung, Versand, Lagerhaltung, Logistik, Verkauf, Buchhaltung und Lohnbuchhaltung. Dazu gehören CRM-, Business Intelligence-, Projektmanagementund E-Commerce-Anwendungen.

Vorgänger von ERP war die Bedarfsplanung (MRP). Die MRP war 1960 das erste elektrische Werkzeug für die Bedarfsplanung in Betrieben. Rund zehn Jahre später entstanden die ersten PPSSysteme (Systeme zur Fertigungsplanung und -steuerung). Neu war hier, dass die ERP-Software in der Lage war, alle Bereiche des Unternehmens untereinander zu vemetzen. Zusätzlich zu den mittelständischen Betrieben setzen auch kleine Betriebe ERP ein.

Die mit ERP-Software erreichbaren Konkurrenzvorteile waren noch nie in einem so guten Kostenverhältnis wie heute. Dementsprechend sind kleine und mittlere Betriebe, die kein ERP-System einsetzen, heute in der Minderheit. Die Fragestellung "Was ist ERP?" umfasst auch die Entwicklung von entsprechenden Systemen. Das auf dem Handel erhältliche System unterscheidet sich in seiner Bauweise teilweise erheblich.

Dazu kommt die so genannte Industriesoftware, die auf die besonderen Anforderungen von Betrieben in einer Branche abgestimmt ist. Heutzutage können viele Anlagen über einen konventionellen Web-Browser, oft auch als "ERP II" bezeichnet, bedient werden. Darüber hinaus können die modernen Anlagen auch über Mobilgeräte genutzt werden. Dies sind in mehrfacher Hinsicht vorteilhafte, plattform- und Internet-basierte Software-Lösungen, die zunehmend die klassischen Standardsysteme ("On-Premise ERP") ersetzen.

Darüber hinaus entfällt der Hardware- und Personalaufwand für eine separate IT-Infrastruktur, da die Anlagen in den Datenzentren des Dienstleisters betrieben werden. Zugleich sind dies die Ursachen, warum ERP inzwischen auch für kleine und mittelständische Betriebe hochattraktiv ist. Dies ist besonders in Anbetracht der Beweglichkeit und FlexibilitÃ?t, die von allen Seiten von den Unternehmern gefordert wird, von Vorteil.

Was bedeutet ERP im Kontext von Automatisierung und Industry 4.0? Zusätzlich zu seiner klassischen Funktion als Ressourcenplanungstool muss ERP in der Folgezeit in derstande sein, eine Vielzahl von Informationen zu verarbeiten und auch die miteinander verbundenen Produktionsbereiche, einschließlich aller Arten von Geräten, Ausrüstungen und Werkzeugen, zu managen. Alle digitalisierten Wertschöpfungsprozesse in der Kette müssen über ein ERP-System abbildbar und bedienbar sein.

Für die Umsetzung von Industry 4.0 ist ERP die zentral und absolut notwendige Software-Lösung, darüber hinaus wird sich eine ERP-Software etablieren, die innerhalb kurzer Zeit an sich ändernde Marktbedingungen angepasst werden kann. Denn: Unter zunehmendem Innovationsdrang werden es sich die Firmen einfach nicht mehr erlauben können, lange auf notwendige Anpassungen des Systems zu warte.

In diesem Beitrag wird gezeigt, dass die Ressourcenplanung viel mehr ist als ein Software-Produkt. Wenn im Zuge der Automatisierung von Prozessen ein immer größerer Grad an Automatisierung erzielt werden soll, kommt an einem übergreifenden, zentralisierten ERP-System kein Weg vorbei.

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