Erp Data

Erp-Daten

Daten von Geschäftspartnern in heterogenen CRM- und ERP-Systemen. Große Daten sind erledigt, es lebt ein ERP-System. Heute können sie aus rund 250 ERP-Softwarelösungen wählen. In kleinen Betrieben sowie im ganzen Bürgertum ist Microsoft Dynamics NAV präsent, während SAP R/X auch in der oberen Mittelklasse eingesetzt wird. In einer aktuellen Untersuchung des Mittelstands vom Mittelstandszentrum Dortmund in Zusammenarbeit mit dem ERP-Logistikteam des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Lagerlogistik IML werden die Tendenzen in der Softwareentwicklung für künftige ERP-Lösungen aufgezeigt.

Dabei wurden 40 inländische ERP-Anbieter, meist mittelständisch, zur Orientierung ihrer Zukunftslösungen befragt. 85 Prozent von ihnen sind auf Business Intelligence-Anwendungen spezialisiert. Hinzu kommen die Standard-Schnittstellenentwicklung, Supply Chain Management und die Einbindung von Managed-Services. Dagegen ist die Fortentwicklung von Funktionalitäten für die Prozesssimulation oder Social ERP in den Hintergrund getreten.

Fast zwei Dritteln der Dienstleister entwickelt ihre ERP-Lösungen laut der Untersuchung zu einem Gesamtsystem. Das Programm nimmt weitere Funktionalitäten auf. Vor allem die Kombination von MES- und Fertigungsfunktionen ist sehr begehrt. Darin heißt es, dass ERP-Systeme bereits das Advanced Planning and Scheduling (APS)-System oder - je nach IT-Architektur - die Produktionsleitzentrale als Bestandteil der Fertigungsplanung und -steuerung (PPS) betreiben.

Dies ermöglicht eine noch stärkere Integration der Planungs- und Ausführungsprozesse in der Fertigung. Die Stellungnahme geht einen weiteren Weg und geht von der Annahme aus, dass ERP-Software in Zukunft alle waagerechten und senkrechten sowie internen und unternehmensübergreifenden Business-Software-Anwendungen in Einklang bringen wird. Abhängig von der Industrie und dem Anwendungsfall des Kundenunternehmens ergibt sich daraus ein unterschiedlicher Integrationsgrad: Entweder das ERP-System nimmt gewisse Aufgaben des Fertigungsausführungssystems selbst wahr, oder es wird ein unabhängiges MES mit dem ERP-System aufgesetzt.

Laut dem Bericht des Globalen Datenbankberichts sind mehr als die Hälfe aller derzeit von Unternehmen gespeicherten und verarbeiteten Daten "dunkle Daten" - Inhalte und Werte sind völlig unklar. Im Rahmen dieser Stufe wickelt das ERP-System die Aufbereitung und Bereitstellung der den Fertigungsprozess betreffenden Daten ab. In diesem Kontext greift die Firma die digitale Schattenbildung der Fertigung auf und bezeichnet sie als realistisches Digitalbild der Wertschöpfung.

Sie kümmert sich als globale Drehscheibe um die Distribution, Ablage, Aggregation auf der einen Seite und nicht zuletzt um die Auswahl der gesammelten Zeit. Basierend auf einer übersichtlichen Datenbank untermauert das ERP next realistische Voraussagen im Produktionsbereich und trägt dazu bei, Produktionsausfallzeiten zu vermeid. Zusätzlich werden bereits in dieser Entwicklungsphase die Funktionalitäten des Fertigungsausführungssystems durch das ERP eingebunden und aufeinander abgestimmt.

Dazu gehört auch die Vertikalintegration des ERP-Systems bis hin zur Anlage. Nach einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts geben über 42% der Fertigungsunternehmen an, dass ihre Fertigung bis 2015 vorwiegend von Hand erfolgt. Nur durch die hieraus resultierende frühzeitige Einbindung von Resourcen, Werkstoffen, Produktionsmitteln y Marktentwicklungen wird die selbslernende Factory möglich, in der ERP-Systeme selbstständig agieren und mitlernen.

Dr. Wieland Holfelder, Engineering Direktor & Site Lead der Google Germany mit Sitz in Deutschland, fasst die Situation in der Fraunhofer-Studie zusammen: "Die Vielgestaltigkeit der IT-Strukturen, -Geräte sowie der Netzwerk- und Kommunikationsnormen im Produktionsbereich bedeutet, dass die Fertigung nicht innerhalb von fünf Jahren, sondern in 20 Jahren reaktionsfähig ist.

Mehr zum Thema