Erp Markt Deutschland

Erp-Markt Deutschland

In der Statistik werden die Marktanteile der Anbieter von Enterprise Resource Planning (ERP) in Deutschland dargestellt. Markt für ERP-Software In Europa hat der deutsprachige Markt für ERP-Software mit rund einem Quartal den höchsten Zuwachs. Rund 18% davon entfielen auf Deutschland, das zusammen mit Großbritannien der größte nationale ERP-Softwaremarkt in Europa ist. Aufgrund der strategisch und operativ bedeutsamen Bedeutung von Verwaltungssoftware-Systemen wird auch für die integrierten ERP-Software ein leichter Anstieg erwart.

Heute wird in vielen FÃ?llen die bestehende ERP-Infrastruktur unter Aufrechterhaltung der bestehenden ERP-Softwarelösung und des entsprechenden ERP-Anbieters modernisiert. Fast alle produzierenden Betriebe setzen bereits heute ERP-Software in irgendeiner Weise ein. Das betrifft vor allem Betriebe mit mehr als 50 Mitabeitern. Die Nutzung von ERP-Software erstreckt sich von rein finanziellen Lösungen (z.B. Datev, Addison XMiS etc.), die tatsächlich von einem Steuerberatungsunternehmen eingesetzt werden, bis hin zur Nutzung einer vollstufigen ERP-Suite.

Im Falle von ERP-Software für den Einsatz in Industriebetrieben liegen die Schwerpunkte auf der kommerziellen und technologischen Auftragsbearbeitung, der Warenwirtschaft und PPS mit 65% bis knapp 85% der Anlagen. Auch in den Geschäftsfeldern Finanz- und Buchhaltungswesen (ca. 58%) und Finanzen (ca. 52%) ist die Marktdurchdringung der ERP-Software sehr hoch.

Auffällig ist jedoch, dass ein erheblicher Teil durch zusätzliche Lösungen gedeckt ist, die über Interfaces mit der ERP-Software verbunden sind. In Anbetracht eines - weiter erhöhten - Durchschnittsalters der eingesetzten ERP-Basis von fast 6,0 Jahren haben fast 8% der Unternehmen in der "ERP Satisfaction Study Germany 2008" angegeben, dass sie in naher Zukunft in ein PPS-Modul anstreben.

Der Prozentsatz der produzierenden Industrie, die in Softwaremodule neben den ERP-Kernbereichen investiert, ist heute überdurchschnittlich hoch: Heute werden viele dieser Bausteine von Dienstleistern bezogen, deren Spezialsoftware auf das entsprechende Anwendungsgebiet ausgerichtet ist (Ansatz: "Best-of-Breed"-Lösung). Bei vielen Betrieben wird besonderer Wert auf Funktionstauglichkeit (ca. 72%), Mittelstandstauglichkeit (ca. 52%) und Anwendungsflexibilität (ca. 49%) gelegt.

Die viertwichtigsten Argumente für die Wahl einer neuen ERP-Software sind Bedienerführung und Bedienergonomie (ca. 44%). Gerade für Firmen mit bis zu 100 Beschäftigten sind die anfallenden Ausgaben ein wesentlicher Bestandteil der Investition. Aber die Akquisitionskosten nehmen mit steigender Unternehmensgröße ab (ca. 12% bei Firmen >500 Mitarbeitern).

Große Konzerne achten mehr auf die Lebensfähigkeit des Lieferanten (ca. 53%), um ihre Investitionsentscheidung zu sichern. Dabei ist die marktführende oder stark positionierte Anbieterin (ca. 16%) ein wesentlicher Gradmesser für die Wahlentscheidung. In den Augen der Firmen ist eine gute Marktstellung des ERP-Softwareanbieters ein Hinweis darauf, dass die weitere Entwicklung der ERP-Software abgesichert ist und nicht bei den geringsten konjunkturellen Schwierigkeiten anhält.

Für kleine Firmen dagegen ist dieser Einflussfaktor vernachlässigbar (ca. 5%). Stark unterschiedliche Anforderungen ergeben sich auch aus der Nachfrage nach der Releasefähigkeit der Applikation. Dies ist für Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern von grundlegender Bedeutung beim Abgleich der ERP-Software im Auswahlprozess (ca. 51%). Die Releasefähigkeit der neuen ERP-Software ist für kleine Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern kein entscheidender Krieger.

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