File Server Hardware

Dateiserver-Hardware

Moin, für ein Musikstudio brauche ich einen Server, der hauptsächlich als Datenschleuder dient. Der Datenbankserver ist, dass er diese Hardware tatsächlich nutzen kann. Entscheidungsunterstützung: NAS oder Classic Server? Heutige Netzwerkspeicherboxen können viel mehr als nur die Bereitstellung von Informationen leisten: So können sie beispielsweise problemlos auf E-Mail- oder Webserver mit Plug-Ins erweitert werden. Ab wann ist überhaupt ein eigener Server notwendig?

Erschwinglicher Network Storage mit Gigabit Ethernet Ports ist seit Jahren auf dem Vormarsch. Zentrales Datenarchiv für das örtliche Netzwerk, das relativ einfach einzurichten ist.

Mit einem Lächeln wurden die ersten Generatoren dieses Netzwerk Attached Storage (NAS) bedacht, weil sie ihre Kernarbeit selbst schlecht gemacht haben. Der Web-Konfigurator eines modernen NAS ist leichter zu handhaben als einige Serverbetriebssysteme, über den Mediendurchsatz gibt es nichts mehr zu klagen. Teuererer Netzspeicher kann mit ECC-RAM erreicht werden, einige deduplizierte Dateien, um Platz zu gewinnen. Bei anderen sind Solid-State-Discs als schnelle Zwischenspeicher integriert oder können mit zusätzlichen Gehäusen erweitert werden.

Wenn Sie eine zentrale Datenhaltung und darüber hinaus nur wenige Serverdienste benötigen, können Sie zunehmend auf einen "echten" Windows- oder Linux-Server auskommen. Rechnet man den Gesamtpreis von zwei Harddisks mit je 2 Terabyte ein, erhält man ein erweiterbares NAS per Plug-in ab etwa 300 EUR. Obwohl sie für den Heimgebrauch mit hohen Datenübertragungsraten und einer erstaunlichen Funktionsvielfalt[1] ausgestattet sind, stoßen sie an ihre Leistungsgrenzen, wenn mehrere Benutzer zugleich komplexere Dienstleistungen benötigen.

Bei Storage Boxen mit letztgenanntem Namen geben einige Anbieter 25 Benutzer als obere Grenze für die tatsächlichen Dateiserverdienste an. Bei aktivierter Chiffrierung sind jedoch nur 30 MByte/s möglich, d.h. ca. USB 2.0 Geschwindigkeit. Aber viele Serverdienste arbeiten mit einer akzeptablen Leistung. Sie kann nur in den seltensten Fällen über die werkseitig installierten 1 bis 2 Gigabyte hinaus erweitert werden, mehr als 4 Gigabyte können von einem Atom-System kaum toleriert werden.

Oberhalb davon liegen 1000-Euro-NAS, die sich in CPU und Motherboard kaum von "echten" Rechnern abheben. Der RAM kann in der Regel aufgerüstet werden und ist über ECC gegen Störungen aufbereitet. Manche teuren NAS können mit "dummen" (JBOD) Boxen erweitert werden: 12, 24 oder sogar mehr Harddisks sind in Summe möglich. Mit speziellen NAS-Betriebssystemen wird Standard-Hardware - wie beispielsweise x86-Server - in Netzwerkspeicher umgewandelt.

Im Gegensatz zu normalen Serverbetriebssystemen verfügen sie in der Regel über eine für Dateiserverzwecke optimierte Weboberfläche zur leichteren Konfigurierung. Eine bekannte Open-Source-Vertretung ist FreeNAS, aber es gibt auch kommerziell verfügbare Varianten wie Open-e, OpenFiler oder Windows Storageserver für OEMs. Einige NAS-Firmware integriert Hardwarebeschleuniger mindestens für gewisse Video-Formate, so dass die Transkodierung auch auf kostengünstigen NAS-Chips funktioniert.

Das NAS ist nicht nur im üblichen Quaderformat und für wenige Festplatten erhältlich, sondern auch für viele Festplatten und als Rackmount ausbaubar. Sogar die Firmwares vieler - aber nicht aller - erschwinglicher NAS-Geräte ermöglicht eine verlässliche Benutzerverwaltung, stellt die Dateisperre bei gleichzeitigem Zugriff auf dieselben Dateien sicher und behandelt das Archivbit richtig.

Neben der UnterstÃ??tzung von Windows File Sharing (CIFS/SMB) umfasst das Programm in der Regel NFS, AFP, FTP, iSCSI (Blockzugriff auf Volumes), HTTP-Datenaustausch, rsync, Client Backup und Redundanz. Häufig ist der Remote-Zugriff von aussen - meist in Verbindung mit DS N - und jetzt auch mit Anwendungen für iTunes bzw. Asynchron. Einige NAS können über einen USB-Tuner zu einem Netzwerk-Videorekorder aufgerüstet werden, aber nur wenige Geräte sind miteinander verbunden.

Auf diese Weise können Dateien rasch auf den Netzspeicher kopiert oder gesichert werden. Nahezu alle NASs können zwei Dinge besser als preiswerte Server lösen: Schnellwechsel-Frames sind auf vielen Rechnern nur mit hohen Zusatzkosten und in Kombination mit RAID-Adapterkarten erhältlich, die Hot-Swapping einwandfrei auslösen. Während viele NASs zwar zeitlich gesteuert in den Ruhezustand fallen und von Wake on LAN ohne Probleme wieder geweckt werden können, ähnliches mit Serverbetriebssystemen oft erst nach aufwändiger Konfigurierung gelingen kann - wenn überhaupt: Bei Windows-Servern scheitert Hibernation und Standby (ACPI S4/S3) oft an fehlende Grafiktreiber.

Bei Linux-Systemen mit Software-RAID wird immer wieder die empfohlen, die Festplatten nicht zeitlich gesteuert ausschalten zu lasen, da dies oft zu RAID-Neubildungen führt. Bei vielen NAS handelt es sich um leisere und wirtschaftlichere Geräte als bei Servern. Aufgrund der Energiekosten ist es auch keine gute Sache, ein NAS mit USB-Festplatten zu erweitern: Ein einziges externes 3,5-Zoll-Laufwerk verschluckt oft mehr als 10 Watt. In der Regel sind es mehr als 10W.

Schnellerer Dual-Core-Prozessor und mehr RAM sorgen für eine höhere Verschlüsselungsrate, mehr konkurrierende Benutzer und neue Serverdienste. Letzteres kann oft als Plug-in aus der Konfigurationsschnittstelle heraus installiert werden. Der NAS-Box erlernen zusätzliche Funktionen wie z. B. automatisierte Vervielfältigung, Client Backup oder Serverdienste für E-Mail, Datenbanken und Websites. Einige Rahmen dienen der Synchronisierung von Informationen mit einem Dropbox-Konto, andere hingegen probieren eine andere aus, wie beispielsweise den Owncloud-Server auf Qnap-Geräten oder die Synology-Produkte von Sarafa.

Bei vielen NAS-Boxen wird zwar in der Regel linuxbasiert gearbeitet, aber man redet lieber von Firmware: Der Anwender kann die Anwendung meist nur mit Plug-Ins ausweiten. Normalerweise machen es NAS-Hersteller einfacher, ihre Firmwares zu warten, indem sie einen einzigen Core für unterschiedliche Hardwareplattformen einsetzen. Lediglich wenige der erworbenen Netzwerkspeichergeräte können mit einem anderen Betriebsystem vernünftig genutzt werden.

Bei Produkten einiger Unternehmen haben sich jedoch User-Communities herausgebildet, die ihre eigenen Plug-Ins einrichten. Gleiches trifft auf NAS-Distributionen wie FreeNAS zu: Die Nachrüstung einiger Erweiterungen - wie z.B. die Hardwareüberwachung - erfordert einen erstaunlichen Zeitaufwand. Große Linux-Distributionen und Windows-Server schliessen die meisten Lücken über ihre Update-Funktionen schnell, während Patchs bei NAS weniger verbreitet sind.

Bei einem Kostenvergleich zwischen NAS und Server müssen auch die Bereiche Wartung und Unterstützung berücksichtigt werden. Sie erhalten jedoch nicht mehr als drei Jahre Unterstützung für jeden einzelnen Netzspeicher, während Sie bei einem Server oft fünf Jahre erhalten können, wenn auch gegen einen erheblichen Mehrpreis. Im Falle von Server gilt dieses kostspielige Wartungsangebot immer nur für die gelieferte Ausstattung oder im Falle einer Ergänzung mit explizit zugelassenen Komponenten.

Unter einem freien Betriebssystem läuft ein Server mit handelsüblicher Hardware ohne Probleme. Wenn Sie jedoch Unterstützung benötigen, benötigen Sie in der Regel die Produkte Fire Hat Enterprise Linu (RHEL) oder Suse Linu Enterprise Server (SLES), für die Lizenzaufwendungen von mehreren hundert EUR pro Jahr entstehen. Abhängig von der Anzahl der Benutzer und der Anwendungsart kann Windows Server noch günstiger sein.

Für Windows und einige kommerzielle Linuxe, aber nicht für NAS, müssen Sie die Kundenzugriffslizenzen (CALs) angeben. Dabei ist der Lifecycle des Betriebsystems wichtig: Der Extended Supportbereich für Windows Server 2008 R2 geht bis 2020, Server 2012 bis 2023, ebenso wie RHEL 5. Ubuntu 11. 04 LTS bis 2017, SLES11 SC2 bis 2019.

Ist Verlässlichkeit ein wichtiges Einkaufskriterium, dann ist es vollkommen ausgeschlossen, die Hardware selbst zu bauen. Dass man diesen nachteiligen Effekt durch technische Besonderheiten wie komplexe Hardware-RAID-Host-Adapter oder große Dateisysteme kompensieren kann, ist eher ungewöhnlich - die Fehlerursachen sind nicht so einfach zu berechnen. Für den Serverbetrieb gibt es jedoch speziell "Enterprise"-Festplatten mit Interfaces wie z. B. Fabrikkanal oder SAS.

Auch viele SAS-Platten sind für den Dauerbetrieb bei starken Erschütterungen konzipiert, und ihre Firmwarestruktur ist für Serverzugriffsmuster und RAID-Systeme optimiert: Sie bemühen sich nur für eine bestimmte Zeit, Lesefehler zu beheben (Time-Limited Error Recovery, TLER). Ein NAS für SAS-Discs kostet in der Regel über 2000 EUR. Aber viele von ihnen sind auf den Verträglichkeitslisten der Produzenten von NAS, Server und RAID-Host-Adapter - ein gutes Beispiel, wenn Sie später Unterstützung erhalten wollen.

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