Microsoft Azure Deutsch

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Azur: Mit der German Cloud zu neuen Geldmittelquellen Die Ernennung von Satya Nadella, einem Cloud Computing-Experten, der im Frühjahr 2014 Steve Ballmer als CEO von Microsoft ablösen wird, war ein deutliches Signal. Unmittelbar nach der ersten Ablehnung verlassen sich zunehmend Firmen und staatliche Institutionen auf Cloud Computing. Oftmals geschieht dies zusätzlich zu den klassischen Provisionierungsmodellen, d.h. IT-Services aus dem eigenen Datacenter, Keyword Hybrid Cloud.

Beispielsweise zeigte eine Untersuchung des Beratungsunternehmens KPMG in Kooperation mit Bitkom Research, dass bis Ende 2016 zwei Dritteln der in Deutschland ansässigen Firmen Cloud-Services nutzen. Selbst kleine und mittlere Betriebe mit 20 bis 2000 Arbeitsplätzen haben die Wolke aufgedeckt. Beispielsweise vertrauen 64% der kleinen Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitenden auf die Wolke, bei den mittleren Betrieben mit bis zu 2'000 Mitarbeitenden sind es 69%.

Das Marktforschungsinstitut Techconsult schätzt den Absatz von Cloud Services in Deutschland im Jahr 2017 auf 7,5 Mill. in Deutschland. Markelexperten rechnen bis 2019 mit einem Wachstum von mehr als 25 Prozentpunkten auf 10,5 Milliardens. Rund 60 Prozentpunkte davon entfielen auf Angebote für Software-as-a-Service, rund 17 Prozentpunkte auf Infrastrukturdienstleistungen wie Serversysteme und Lager.

Laut Techconsult fliesst inzwischen ein Dezehntel der IT-Ausgaben in Deutschland in die Disco. Auch bei Microsoft wirkt sich der zunehmende Umstieg auf die Buchung von Betriebssystemen, Applikationen und Plattformen als Wolkendienste positiv aus. Betrachtet man die Zahlen des vierten Quartals für das Geschäftsjahr 2017, so hat Microsoft in diesem Zeitabschnitt weltweit einen Gesamtumsatz von 23,3 Mrd. US-Dollar erzielt.

Das Segment "Intelligent Cloud", zu dem Azure zählt, steuerte 7,4 Mrd. Dollars bei. In der dritten Jahreshälfte 2017 belief sie sich auf Intelligente Cloud mit rund 2,5 Mrd. Dollars. In der gleichen Zeit des Jahres 2016 belief sich das Betriebsergebnis jedoch noch auf 2,18 Mrd. US-Dollar. Nach Unternehmensangaben stiegen die Umsätze allein mit Microsoft Azure im vierten Geschäftsquartal 2016 um 97% an.

Eine weitere Komponente von "Intelligent Cloud" ist Office 365, die Cloud-Version von Office. Nach einem Microsoft-Blogbeitrag zählt der Dienst im Frühling 2017 85 Mio. aktiven Nutzern mit. In unserer Reihe "Cloud Giants" können Sie auch lesen: T-Systems - mit vier EAAS-Plattformen gegen EWS und Co. Microsoft offeriert seit Jahresmitte 2016 Cloud-Services "Made in Germany".

Inzwischen hat sich Microsoft als klarer Zweiter hinter Amazon Web Services (AWS) im Public Cloud-Bereich durchgesetzt. Microsoft behauptet mit seiner Cloud-Plattform Azure diese Stellung zuversichtlich gegenüber Google, dem drittgrössten Provider. Nach einer Untersuchung des Wolkenbrokers Rightcale nutzten 2017 34% der Benutzer von Public Cloud Services auf der ganzen Welt Microsoft Azure. Andere 21 Prozentpunkte testen mit der Technologie, andere 12 Prozentpunkte wollen die Microsoftsche Wolke nutzen.

Die Anzahl der Azure-Nutzer wuchs damit innerhalb eines Jahrs um 14% an. Es ist jedoch zu beachten, dass die Microsoft Angebote für Software-as-a-Service, d.h. Office 365 und die Cloud-Version der CRM-Lösung Microsoft Dynamics CRM, hinzugefügt werden müssen. Dem gegenüber stand ein stagnierender Anteil des AWS-Marktanteils in den Jahren 2016 und 2017 von 57 vH.

Die Cloud-Plattform von Google hingegen konnte die Nutzerzahl um 5 Prozentpunkte steigern. Die vorliegenden Kennzahlen spiegeln einen weiteren Trend wider: Immer häufiger entscheiden sich Firmen für Multi-Cloud-Lösungen. Eine Ursache ist die Risikominimierung: Sie wollen nicht von einem einzigen Dienstleister abhängig werden. Grundlage der Azure Cloud-Struktur sind aktuell (Stand Sept. 2017) 42 Regions - laut Microsoft mehr als Wettbewerber wie AWS, Google, IBM und Oracle zu bieten haben.

Microsoft will weitere "Regionen" einbeziehen, zum Beispiel in Frankreich, Südafrika und Australien. Einschließlich der in Frankreich vorgesehenen Cloud-Rechenzentren (Paris und Marseille) ist Microsoft in Europa mit acht Datenzentren präsent, zum Beispiel in Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Deutschland (Magdeburg und Frankfurt am Main). Vergleicht man die Public Cloud Services von Microsoft und AWS, so stellt man fest, dass beide Provider eine vergleichbare Vorgehensweise haben.

Interessierte Parteien können auch Technologie wie Hadoop sowohl von Microsoft (HDInsight) als auch von AWS (Elastic Map Reduce) bestellen. IoT-Plattformen ( "Internet der Dinge") und maschinelle Lerndienste zeigen ein vergleichbares Gesamtbild. Eine der bedeutendsten Verbesserungen, die Microsoft 2017 für Azure eingeführt hat, sind die NoSQL-Datenbank Cosmos DB und die Kompatibilität mit MySQL und der objekt-relationalen Datenbasis PostgreSQL.

Eine vorläufige Version von Archivierungblock, einem Datenarchivierungsdienst, ist seit Mitte 2017 erhältlich. Microsoft schliesst mit Archivierbarer Speicher eine Angebotslücke in der Wolke. Sie verfügt über ähnliche Features wie AWS Gletscher und Google Coldline. Damit wendet sich Microsoft an Azure-Anwender, die ihre Messdaten in der Wolke mit dem Schlagwort "Cold Storage" speichern wollen.

Gemeinsam mit der Firma Navidia macht Microsoft auch Resourcen für KI-Anwendungen (Artificial Intelligence) über die Wolke zugänglich. Benutzer können über Azure auf das HGX-1-Gehäuse von Evidia mit acht leistungsstarken GPUs der Pascal 100-Serie aufschließen. Sie bietet Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) auf Azure, die Deep Learning-Anwendungen bereitstellen. Google präsentierte einen ähnlichen Lösungsansatz mit TensorFlow.

Mit TensorFlow kann Google z. B. Anfragen bewerten oder im OCR-Format (Optical Character Recognition) erstellte Daten in Realzeit in andere Landessprachen umwandeln. Microsoft hat zusammen mit Windows Server 2016 auch eine eigene Containertechnologie vorgestellt, die auch auf Azure verfügbar sein wird. Darüber hinaus sind der Azure Container Services (ACS) und seit Mitte 2017 die Azure Container Instances (ACI) verfügbar.

Nach einer Untersuchung der Cloud Foundry nutzten 2017 nur 25 Prozentpunkte der Betriebe Container, rund 3 Prozentpunkte mehr als 2016, schließlich überprüfen weitere 42 Prozentpunkte, ob diese Technik für sie geeignet ist. Anders als bei Amazon Web Services hatte Microsoft es lange Zeit nicht leicht gehabt, sich mit Open-Source-Problemen zu befassen.

Darüber hinaus bindet AWS neue quelloffene Lösungen rascher in sein Produktportfolio ein als Microsoft. In dieser Hinsicht war Microsoft eher zögerlich. Das liegt an der starken Fokussierung auf Windows und proprietärer Hardware, auch wenn sich Microsoft als einer der großen Akteure von Open-Source offiziell präsentiert. Microsoft hat jedoch seine einschränkende Position auch im Cloud Computing aufgeben.

Seit 2016 können Azure-Anwender Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Image-Dateien in der Microsoft Cloud abspeichern. Dies trifft auch auf die Version von RHEL zu, die bereits von den Firmen genutzt wird und nun auf eine Cloud-Plattform portiert werden soll. Fachleute beider Firmen sind für die fachliche Betreuung der Benutzer verantwortlich. Damit bereiten die Firmen den Weg in die Microsoft Cloud, ohne bereits gekaufte Softwarelizenzen abzuschreiben.

Darüber hinaus sind nun auch offene Betriebssysteme wie z. B. OSS, CentOS, Debian Linux sowie FreeBSD und OpenBSD im Azure Marketplace verfügbar. Darüber hinaus bietet die Gruppe eine Linux-Version ihrer weit verbreiteten SLQ-Server-Datenbank an (siehe auch: Microsoft liefert auch den SQL Manager für Linux). Nichtsdestotrotz ist zu beachten, dass AWS mit Azure neue Techniken und Open-Source-Ansätze rascher aufnimmt als Microsoft.

Das muss für Microsoft nicht zwangsläufig ein nachteiliger Faktor sein, denn das Untenehmen kann sich auch in der öffentlichen Cloud auf ein leistungsfähiges Windows-Ökosystem verlassen. Darüber hinaus hat Microsoft sein Angebotsspektrum von Open-Source-Software bis hin zu Azure erheblich ausgeweitet. Wer solche Businesslösungen bevorzugt, findet daher auf der Cloud-Plattform von Microsoft mindestens die Angebote der bedeutendsten Mitbewerber.

Die Beratungsfirma IGS (ehemals Experton Group) bewertet Microsoft im Rahmen von Plattform as a Service als den Provider mit dem "umfassendsten und renommiertesten Leistungsangebot auf dem Markt". IGS nennt als Vorteil von Azure das große Ecosystem der Partner. Kein Wettbewerber konnte in dieser Hinsicht gegen Microsoft gewinnen. In der Microsoft Cloud verfügen Entwickler über Tools, die in der praktischen Anwendung oft eingesetzt werden, von Visual Studio über das Interface-Management (API, Applikationsprogrammierschnittstelle) bis hin zu .

Bereits seit dem Frühling 2017 können von Microsoft-Partnern auch die Cloud-Services des Konzerns vermarktet werden. Für Reseller und Systemhäuser, welche ihren Kundinnen und Kunde Azure Service, Office 365 und Dynamics 365 anbieten, hat Microsoft das Cloud Solutions Provider" Program eröffnet. Darunter sind Branchenriesen wie Bechtle und Cancom Pironet, aber auch viele kleine Microsoftspezialisten. Wer Cloud-Services von Microsoft nutzt, kann diese im "IT-Haus seiner Wahl" einbuchen.

Auf Azure sind viele Produkthäuser nicht festgelegt, so dass sie ihre Kundschaft objektiv betreuen können. Neben Azure werden von Cancom Pironet zum Beispiel auch Cloud-Services von AdWords, Google und IBM (Bluemix) angeboten. In Bezug auf die Einsatzmodelle von Microsoft Azure gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Public Cloud Services, Hosted Cloud Services und Private Cloud Angebote. "Technisch ist Microsoft seit einiger Zeit auf gleicher Höhe mit Azure und AWS", sagt das Beratungsunternehmen Crisp Research.

Dies trifft auch auf die Verbindung zwischen privater und öffentlicher Cloud zu. Microsoft stellt mit Azure Stack eine Cloud-Lösung zur Verfügung, die es Anwendern ermöglicht, eine Privat-Cloud-Umgebung im gesamten Unternehmensumfeld aufzubauen. Die Privat-Cloud kann in Fahrtrichtung der öffentlichen Cloud, d.h. Azure, erweitert werden. Microsoft richtet sich damit an Benutzer, die eine hybride Cloud aufstellen wollen.

Benutzer können Azure Stack seit Ende 2017 bestellen. Firmen, die eine eigene Azure Cloud in ihrem eigenen Datacenter errichten wollen, können auch die integrierten Systeme von Dell EMC, HPE und Lenovo nutzen. Microsofts Vorgehen bei der Erbringung von Cloud-Services in Deutschland unterscheidet sich grundlegend von dem der Wettbewerber. Azure sowie Office 365 und Microsoft Dynamics CRM sind seit der zweiten Hälfte des Jahres 2016 über die Datenzentren in Frankfurt am Main und Magdeburg zu haben.

Das Besondere an T-Systems ist, dass die Kundendatenverwaltung von einem Trustee mit Sitz in Deutschland wahrgenommen wird, der damit dem deutschen und EU-Datenschutzrecht unterworfen ist. Microsoft will damit Befürchtungen von deutschen Firmen ausräumen, die Angst haben, dass amerikanische Autoritäten, wie der NSA-Secret Service, Zugang zu ihren Informationen haben werden. Microsoft als US-amerikanisches Gemeinschaftsunternehmen nach US-Recht kann sich gegen solche Anträge nur in begrenztem Umfang abwehren.

Daran hat auch das seit Jahresmitte 2016 geltende Privacy Shield Agreement zwischen der EU und den USA nichts geändert. Diese Vereinbarung hat sich nicht durchgesetzt. Darüber hinaus hat US-Präsident Donald Trump die Anwendung des US Privacy Act für Nicht-Amerikaner zu Beginn des Jahres 2017 ausgesetzt. "â??Mit diesem neuen Produkt tragen wir der wachsenden Bedarf an unseren Cloud-Services in Deutschland Rechnungâ??, sagt Alex StÃ?gger, Vice President Westeuropa bei Microsoft.

"â??Die Kombination der Microsoft Cloud-Plattform mit der dt. Infrastuktur und dem dt. Daten-Treuhänder ist aus unserer Perspektive einmalig auf dem MÃ? "Die Datenverschlüsselung zwischen den Wolkenservern von Microsoft und den Kundenapplikationen wird von D-Trust, der Zertifizierungsstelle im Hause der Bundesdruckerei, übernommen. Darüber hinaus können Firmen mit Hilfe von Data-Trust Zertifizierungen ihre eigenen Anwendungen in der Azure Cloud sichern.

Für Benutzer in Deutschland besteht damit die Möglichkeit, eine Microsoft Azure Cloud "Made in Germany" zu verwenden. Das hat jedoch für weltweit agierende Konzerne Nachteile: Ein globales Skalieren in andere Microsoft Cloud-Regionen weltweit ist nicht auf Tastendruck möglich. Darüber hinaus müssen die Benutzer der deutschsprachigen Microsoft-Cloud einen Premium-Preis zahlen. Es ist 25 Prozentpunkte höher als das Standard-Cloud-Angebot von Microsoft.

Gerade für große Firmen, in denen viele Angestellte Azure, Office 365, Dynamics 365 und Co. einsetzen, ist dies eine erhebliche wirtschaftliche Last. Im Zuge seiner SLAs ( "Service Level Agreements") gewährleistet Microsoft - je nach Dienst - eine Erreichbarkeit von 99,9 oder 99,95 Prozentpunkten für Cloud Services. Für virtuelle Maschinen und die Basis-, Standard- und Premium-Ebenen der SQL-Datenbank zum Beispiel liegen die Werte bei 99,95 Prozentpunkten, ebenso wie für VPN-Gateways und den API-Dienst.

Microsoft gewährleistet eine 99,9-prozentige VerfÃ?gbarkeit von Azurective Directory und wichtigen Resourcen wie SAP Hana und SQL-Datenbanken sowie Azure DNS. Allerdings hat der von Microsoft verfolgte Lösungsansatz, die Deutschland-Cloud über zwei Datenzentren in Deutschland bereitzustellen, nach Ansicht des Beraters ISG einen Einfluss auf die Zuverlässigkeit. Allerdings ist das Themengebiet Desaster Recovery auf Deutschland beschränkt.

So können Azure-Anwender mit Azure Back-up oder Azure Standort-Wiederherstellung "nur" Dateien oder Arbeitslasten in den Cloud-Rechenzentren von Microsoft in Magdeburg und Frankfurt abspeichern. Firmen, die ein höheres Maß an Schutz benötigen, können Cloud-Rechenzentren in Azure Pairred Regions nutzen. Die Rechenzentren liegen in benachbarten Azure-Regionen, wie West- und Nordeuropa, und sind in einem Abstand von etwa 480 Kilometern angeordnet.

Für die deutschen Firmen heißt das jedoch, dass sie keine gekoppelten Zonen verwenden können, ohne auf den erweiterten Schutz der Daten von Azure in Deutschland aufkommen zu müssen. Amazonen Web Services, Microsofts aktuell grösster Wettbewerber in der Public Cloud, betreibt eine offensive Preisgestaltung. Daraufhin kündigte Microsoft an, dass es mit jeder Preisreduzierung durch seinen Konkurrenten einverstanden sein werde.

Eine Untersuchung des nordamerikanischen Beraters Cloud Spectator ergibt jedoch ein anderes Gesamtbild. Dementsprechend sind Microsoft Azure und AWS keineswegs die "Discounter" der Cloud. Allerdings ein Beispiel aus den USA: Je nach Grösse, von "Small" bis "2 X Extra Large", muss ein Anwender zwischen 2.500 und 400.000 Euro für virtuelle Maschinen mit Windows als Betriebsystem für Azure schätzen.

So ist der dt. Anbieter 1&1 mit 540 Euro oder 5.000 Euro über drei Jahre hinweg wesentlich billiger. Aber auch für die Shops des chinesichen Providers Alibaba und die Dienste von CloudSigma und OVH müssen die Anwender manchmal wesentlich niedrigere Preise schätzen als für die Offerten von Microsoft und AWS. Im Speicherbereich ist jedoch ein anderes Erscheinungsbild zu sehen, z.B. bei Objekt-orientierten Speicher-Ressourcen in der Wolke.

Azure, AWS und Google befinden sich dort am untersten Ende der Preisskala. Das heißt für die Anwender, dass sie genau untersuchen sollten, welche Cloud-Ressourcen sie bei welchem Provider einbuchen. Ein sinnvoller Kostenvergleich zwischen den Cloud-Angeboten von Microsoft, AWS, Google, IBM und Co. ist jedoch eine Sisyphus-Arbeit. So enthält Microsoft Azure zum Beispiel Features für virtuelle Maschinen wie Load Balancing, die die VM weniger anfällig für Spitzenlasten machen.

Sein Plädoyer für einen umsichtigen Ansatz, der nicht auf viel Wolke für so wenig wie möglich ausgerichtet ist. "Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass ein Benutzer eine Ryan-Air-Version der Wolke erhält", sagte Longbottom. Wie AWS und Google stellt Microsoft Azure AI und Deep Learning Ressourcen zur Verfügung. In vielen Betrieben können korrespondierende Anwendungen erst auf mittlere Sicht zum Tragen kommen.

Microsoft wird dadurch unterstützt, dass viele Firmen, insbesondere der Mittelstand, bereits heute auf die Lösung von Microsoft Azure zurückgreifen. Mehr als 50 Prozentpunkte der mittelgroßen Firmen setzen laut Crisp Research bereits auf Microsoft Azure oder evaluieren mindestens den Gebrauch der Cloud-Plattform. KMU, die bereits eine IT-Infrastruktur auf Windows, SQL Server oder SharePoint verwenden, sollten es daher eher einfacher finden, Microsoft Azure in bestehende IT-Architekturen zu integrieren als andere cloudbasierte Anwendungen zu integrieren.

Ein weiteres Plus sind die große Partner-Landschaft, die durch Wiederverkäufer der Azure Services ausgebaut wurde, und das Know-how im Bereich des Aufbaus von Enterprise IT-Umgebungen. Microsoft eröffnet mit Azure Stack auch Firmen die Möglichkeit, im eigenen Rechenzentrum Erfahrung mit Cloud Services zu machen - aber mit dem umgekehrten Motiv, Public Cloud Services auch für diese Nutzer attraktiv zu machen.

Dies wird durch eine Reihe von Schwächen ausgeglichen, wie z.B. die im Verhältnis zu AWS geringe "Taktfrequenz" bei der Einbindung von neuen Anwendungen und Funktionalitäten in Azure. Inwiefern sich das Treuhandmodell in Deutschland mittel- und langfristig bewähren wird, ist noch offen. Vieles wird davon abhängt, ob die Anwender den wesentlich teureren Tarif für die Deutschland Cloud mittragen.

Auf jedendfall hat Microsoft das nötige Rüstzeug, um sich gegen seinen Hauptkonkurrenten Amazon Web Services durchzusetzen. Weil Google und Oracle auch ihre Cloud-Strategie geändert haben und ihren Markanteil ausbauen wollen, und das auf Lasten von AWS und Microsoft. Allerdings sind sie für AWS und Microsoft noch keine ernstzunehmende Gefahr.

Bereits seit 2016 stellt Microsoft seine Cloud-Services in Deutschland über Datenzentren in Frankfurt am Main und Magdeburg zur Verfügung. Damit hat der Nutzer die Wahl zwischen dieser "Deutschland-Cloud" und den Standard-Services, die über die Cloud-Zentren von Microsoft in Europa oder anderen Regi¬nien angeboten werden. Die Datenübermittlung zwischen den beiden Datenzentren in Deutschland findet über ein eigenes Netz statt.

Damit soll gewährleistet werden, dass die Angaben der deutschen Cloud-Kunden auch in Deutschland bleiben. Es sind mehr als 40 Jahre seit der Unternehmensgründung von Microsoft verstrichen. Dies sind die bedeutendsten Etappen in der Microsoft. Der Zugriff auf die Stammdaten erfolgt über einen Datenverwalter mit Sitz in Deutschland. T-Systems, eine Tochtergesellschaft der Telekom, hat Microsoft mit dieser Arbeit beauftragt.

Die T-Systems untersteht nicht wie Microsoft dem US-Recht, sondern ist an die verschärften Datenschutzbestimmungen in der EU und Deutschland verpflichtet. Microsoft hat ohne die Einwilligung des Auftraggebers oder des Auftraggebers keinen Anspruch auf die Daten des Auftrags. Erst wenn der Abruf von Microsoft auf die Daten des Auftraggebers erforderlich und vom Auftraggeber freigegeben ist, z.B. aufgrund von Instandhaltungsarbeiten in den Cloud-Rechenzentren, ist der Abruf von Daten des Auftraggebers zeitbegrenzt.

Zu den Zielgruppen, die Microsoft über seine Rechenzentren in Deutschland adressiert, gehören auch Firmen und Öffentliche Kunden aus anderen EU-Mitgliedsstaaten.

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