Nas mit Cloud Funktion

Nebel mit Cloud-Funktion

Auch die so genannten Netzwerkfestplatten (NAS), die wir Ihnen hier vorstellen, bieten oft Synchronisationsfunktionen, die neben der bloßen Speicherung von Daten auch andere Funktionen bieten. Privat-Cloud mit NAS: Wie Sie Ihr eigener Anbieter werden (Teil 1)

Ob Drops, Google Mail oder iCloud: Zumindest seit Prism die Massenmedien verfolgt, sind viele Firmen und Privatleute der viel gepriesenen Cloud gegenüber kritisch eingestellt. Ein Lösungsansatz ist die Einrichtung einer eigenen privaten Cloud - zum Beispiel mit einem Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS). Trotz aller Praxisvorteile - die Speicherung privater oder unternehmensrelevanter Informationen auf externen Rechnern großer US-Konzerne - hört sich laut PRISM überraschend nicht mehr so an.

Aber Sie müssen nicht auf die Vorzüge der Cloud aufpassen. Sie können eine Privat-Cloud entweder mit Ihrem eigenen Computer (auch verworfene Computer sind geeignet) und der entsprechenden Computersoftware oder mit Unterstützung spezieller Hardwaresysteme wie beispielsweise einem NAS einrichten. Weil aber auch bei der zweiten Version ein wenig Hintergrundinformationen nützlich sind, wird sich der zweite Teil dieser Artikelreihe mit dem Aufbau und der Konfigurierung einer Dropdownvariante als Privat-Cloud mit einer Synology DiskStation befassen.

Ein NAS hat jedoch im Vergleich zu konventionellen Fremdfestplatten ein eigenes Betriebsystem und bietet bei Bedarfen neben der einfachen Datenspeicherung zusätzliche Funktionalitäten. Sie können z. B. einen eigenen E-Mail-Server einrichten. Das Cloud-System ist praxisnah und komfortabel: Überall, zu jeder Zeit und auf jedem Endgerät sind alle wichtigen Informationen verfügbar.

Gleiches trifft auf Mails und andere Dateien zu - auch Programme wie Photoshop können nun vollständig im Webbrowser genutzt werden. Doch seit den Observationsskandalen um Tempora und PRISM stellen viele Anwender zu Recht die Versprechungen der Cloud in Frage. Schließlich werden Ihre eigenen Dateien, Mails, Bilder usw. auf den Rechnern anderer Firmen gespeichert.

Häufig sind diese ausländischen Firmen große US-Konzerne und der Benutzer kann nicht verstehen, wer Zugang zu seinen Informationen hat. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass mindestens solche US-Sicherheitsbehörden, anstatt eine Privat-Cloud einzurichten, auch Cloud-Provider aus anderen Staaten einsetzen werden, aber das garantiert nicht, dass ein Secret Service oder der Provider selbst doch nicht auf diese Informationen zugreifen wird.

Die Privat-Cloud ist daher sicher. Bei der privaten Cloud handelt es sich in der Tat meist um eine Mischung aus Hard- und Softwarestrukturen, die die Cloud-Services anderer Anbieter ersetzen sollen. Wenn Sie sich auf eine Plug & Play-Lösung in Gestalt eines NAS verlassen, erreichen Sie mit vertretbarem Zeitaufwand rasch Ihre eigene Cloud, die sich nicht nur als Mass Storage- und Backup-Lösung anbietet, sondern auch Dienstleistungen wie z. B. Kalender, E-Mail oder Media-Server anbietet.

Der Einsatz der privaten Cloud bietet eine ganze Palette von potenziellen Kunden. Sie können als Bediener eines NAS nahezu alle Vorteile der konventionellen Cloud nutzen, behalten aber die volle Verantwortung für Ihre eigenen Speicher. Der Nachteil ist, dass Sie die Privat-Cloud selbst verwalten müssen und dass der Zugang zu Ihren eigenen Dateien von außerhalb Ihres eigenen Netzes verlangsamt werden kann.

Inzwischen haben einige Anbieter NAS-Systeme in ihrem Angebot, die nicht nur preiswert sind, sondern auch viele nützliche Features bieten. Diese kleinen Kästen, die nur geringfügig grösser sind als eine konventionelle äussere Harddisk, können sich in der Regelfall in vielen Gebieten einem voll gewachsenen Bediener nähern. Zudem bieten viele Anbieter auch Anwendungen für Smart-Phones und Tabletts an, die den Handyzugriff auf die eigenen Informationen erheblich erleichter.

Falls möglich, sollten Sie eine Geräteausstattung wählen, die es mehreren Harddisks ermöglicht, in einem Raubzug zu arbeiten (mehrere Harddisks in einem einzigen Logiklaufwerk zu ordnen, um im Falle eines Festplattenausfalls oder eines erhöhten Datendurchsatzes mehr Sicherheit zu gewährleisten). So können Sie sich vor Datenverlusten schützen, wenn eines der Datenträger ausfällt.

Vor allem sollte man sich darüber im Klaren sein, mit welchen Systemen die Hard- und Software problemlos zusammenarbeitet. Ein größerer Speicher und ein schnelleren Prozessoren sorgen für mehr Leistung, machen aber auch die Infrastruktur aufwendiger. In Sachen Security sollte die verwendete Hard-ware mindestens eine Verschlüsselungsmöglichkeit für die Datenübertragung haben. Auf jeden Falle solltest du einen NAS wählen, mit dem du einen Raid einrichten kannst.

So gehen die gesicherten Dateien nicht bei einem Festplattenausfall unter. Manche Vorrichtungen verfügen auch über Wiederherstellungs- und Hot-Swapping-Möglichkeiten. Zahlreiche NAS-Anbieter kombinieren ihre Hard- und Hardware mit einer Reihe von Programmen und Dienstleistungen wie einem benutzerfreundlichen Internetserver, iPod oder Medienserver. Wenn Sie eine Privat-Cloud mit einem NAS einrichten möchten, müssen Sie sicherstellen, dass der Datenserver permanent anläuft.

Aus Gründen der Ökologie - und vor allem des eigenen Geldbeutels - sollte der Energieverbrauch der Geräte unbedingt in die Investitionsentscheidung einbezogen werden. Der zweite Beitrag zu diesem Themenbereich befasst sich mit der Installation und Konfigurierung einer Dropdownvariante als Privat-Cloud mit einer Synology DiskStation.

Mehr zum Thema