Online Store Eröffnen

Öffnen Sie den Online-Shop

Die Online-Händler müssen auf ihren Seiten einen Link zu einer Online-Konfliktlösungsplattform bereitstellen. Sind Produkte, die bereits online verkauft wurden, noch im Shop? Darüber hinaus bietet unser App Store unendliche Möglichkeiten für alle, die mehr wollen. Längst schien es, dass der Erfolg von Online-Shops das Ende des stationären Handels bedeuten würde. Weshalb öffnen sie plötzlich selbst Zweige?

Weshalb immer mehr Online-Shops Analog-Shops eröffnen

Was eine Offlinepräsenz für Online-Unternehmen bedeuten kann - Werbewirkung, bessere Kundenkenntnis, Erfahrungspotenzial, Wettbewerbsvorteil gegenüber Single-Track-Konkurrenten - deuten darauf hin, dass dieser Markttrend weiter zunehmen wird. Online-Einkaufen ist die Zukunftsperspektive, aber das physikalische Business wird nicht aus der Szene verschwunden sein, solange das digitale Surfen, Ausprobieren und Erfahren hinter der Live-Erfahrung steht.

Dabei werden vor allem die Gefühle des Konsumenten viel direkter angegangen als online, wo die Kaufentscheidung noch rationeller abläuft. Solange dies der Fall ist, können es sich die Firmen kaum vermeiden, beide Varianten weiter zu kombinieren und ein Einkaufserlebnis zu kreieren, das das Beste aus beiden Weltteilen vereint - für den Lieferanten, aber auch für uns alle.

Amazon: Weshalb Online-Händler echte Niederlassungen wiedereröffnen

"Noch viel zu lernen", verzeiht die sympathische Frau im Amazon-Store im Oberhausener Centro für die langweilige Pointe des Digitalassistenten des US-Einzelhändlers - nur um ihre Vorteile sofort zu demonstrieren: als drahtloser Hörer, als stimmgesteuerte Internetverbindung, als Smart Home Center. Aber verblüffender als Alexas Humorversuche ist die Möglichkeit, dass sie in einem Amazonas-Shop zu sehen ist.

Es ist zwar winzig, aber es ist das erste seiner Klasse - jedenfalls in Deutschland. Seit Jahren ist die grösste Aufgabe für den leidenden Handel die Konkurrenzsituation aus dem Internet, die es den heutigen Käufern ermöglicht, von der Kleidung über Elektroartikel bis hin zu Auto-Ersatzteilen alles per Knopfdruck zu kaufen - ohne jemals das Zuhause aufgeben zu müssen.

Die Menschen haben sich im Stationärhandel schon immer um den Aufbau eigener Online-Plattformen gekümmert - und jetzt ist gerade der Riese des digitalen Einzelhandels, Amazon, auf der Suche nach Erlösung in seinem eigenen Shop? Dabei liegt die Zukunftsperspektive in der Verknüpfung von Online-Shops und Schreibwarenläden, sagt er. Inzwischen hat er neun Filialen, darunter in München, Hamburg und Düsseldorf - und macht dort mehr Umsätze als im Online-Verkauf.

Schließlich gibt es in Deutschland vier Niederlassungen. Das Spielzeugversandhaus MyToys hat 16 Märkte, die Versandpotheke DocMorris ein gutes Stück in Deutschland. Dennoch kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Online-Handel nun ganz unkompliziert aus dem Internet in die Innenstädte drängen wird, die immer mehr unter einem Rückgang der Kunden- und Kaufkraft leiden, und dass ihre aufgetretenen Schwierigkeiten damit von selbst in Vergessenheit geraten.

Die meisten Fachleute sind sich einig, dass der Online-Trend weiterhin hoch ist. Die ersten Anzeichen dafür sind jetzt sichtbar: In Zukunft würden sich die Kundinnen und -kunden zunehmend in Showrooms befinden - in Verkaufssälen, in denen von allen Sortimentsvarianten nur ein oder zwei Exemplare zum Anfassen, Schnüffeln und Probieren zur Verfügung stehen. Kurze Zeit später können Sie sich bei einer Tasse Kaffe detailliert informieren oder - wenn Sie sich gut fühlen - Ihren eigenen Body messen aufsuchen.

Größere haptische und kundenbezogene Nähe - das ist wohl auch die Hauptantriebskraft der neuen Geschäfte von Amazon und Co. In der Praxis werden die Bestellungen im Ausstellungsraum online aufgegeben und die Auslieferung erfolgt nach Haus, sagt Schmaus. Es gibt sieben Ausstellungsräume in ganz Deutschland und Österreich. Da " kann man sich hinsetzen und lügen, sich selbst prüfen und sehen, was einem schmeckt ", sagt das befreundete Untenehmen zu seinen Kundinnen im Ikea-Stil.

Schon allein die Preisvorteile werden dazu beitragen, dass sich der klassische Handel schrittweise in den schlankeren Showcase-Shops neben dem Online-Handel bewegt. Vor allem für den Modehandel können Showrooms in zentraler Lage weitere Pluspunkte bringen, nämlich als kleine Logistikzentren. Dennoch denken die meisten Firmen nur über geeignete Showroom-Ideen nach oder probieren mit ihnen, oft an Standorten, die weit weg von ihrem Heimatmarkt liegen.

So erprobt beispielsweise der Elektrofachmarkt Saturn einen neuen "Digital Store" in Barcelona, Spanien, in dem die Geräte nur virtuell demonstriert werden, der Schwerpunkt aber auf der Unternehmensberatung liegen wird. In Oberhausen auch Amazon. Gleichzeitig ist das Centro ein gut geschützter kommerzieller Ökotop, in dem hervorragende Freilandversuche durchgeführt werden können: Die Angebote bei Amazon in Oberhausen sind überschaubar: Sie können Alexa-Fragen stellen, sich über "Echo" informieren oder sich mit dem elektronischen Lesegerät Bundle beschäftigen.

Im Centro erschien der Verkaufsshop in der zweiten Jahreshälfte, vermutlich nur als temporäres Geschäft (Pop-up-Shop) für das Adventsgeschäft. In der Zentrale in Seattle hat der Technologiekonzern mit " Amazon Go " ebenfalls einen ersten kleinen Lebensmittelgeschäft eröffnet - etwa zwei Woche nach seinem Geschäft in Oberhausen. Amazon Fresh Pickup", ein Begriff für Drive-In-Märkte, steht in den USA in diesem Jahr anscheinend noch im Erprobungsprogramm.

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