Software Dienstleistung oder Produkt

Service oder Produkt der Software

Services (z.B. Software-as-a-Service). Umsatzsteuerliche Behandlung von Software. Spezielle Merkmale beim Verkauf von Software.

Software-Produktmanagement: Zukunftsfähiger Erfolgfaktor für Hersteller und.... - In diesem Fall sind es Hans-Bernd Kittlaus, Christoph Rau, Jürgen Schulz.

Für alle Unternehmungen ist das Themenfeld Produktmanagement von entscheidender Relevanz für den Unternehmenserfolg und das nachhaltige Bestehen oder das Erreichbarwerden und Erhalten einer bestimmten Marktstellung. Fachbücher zum Produktmanagement werden den besonderen Bedürfnissen und Abläufen in der Softwareindustrie nicht viel ausrichten. Das vorliegende Werk, geschrieben von praxiserfahrenen Fach- und Führungskräften unterschiedlicher Herkunft (Hard- und Softwarehersteller, IT-Berater, Service Provider, Anwender), stellt das Themengebiet Software-Produktmanagement aus unterschiedlichen Perspektiven dar.

Die Überlegung ist nicht auf das bloße Produktmanagement von Standardsoftware begrenzt, sondern berücksichtigt die Tatsache, dass die meisten "Produkte" in diesem Bereich aus einer vielschichtigen Verknüpfung und Verflechtung von Standard- und Einzelsoftware mit Services besteht.

Zur umsatzsteuerlichen Beurteilung von Software

Hinweis: Für die Versteuerung von Software-Produkten gilt seit dem 1.1.2015 eine teilgeänderte Regelung. Bei Software als "Lieferung" oder "andere Dienstleistung" richtet sich die Mehrwertsteuerklassifizierung einerseits nach der Bauart und andererseits nach der Übertragungsmethode. Es sind drei unterschiedliche Aufstellungen möglich: Vertrieb von Standard-Software auf Datenträgern => "Lieferung" Vertrieb von Individual-Software auf Datenträgern => "Sonstige Dienstleistungen - Bereitstellung von Informationen" Vertrieb (Übertragung) von Standard- oder Individual-Software auf elektronische Weise => "Sonstige Dienstleistungen - Elektronische Dienstleistungen" Individual-Software ist ein auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmtes Softwareprogramm.

Der Unterschied zwischen der Bereitstellung, dem elektronischen Service und der Freigabe von Daten ist von Bedeutung, wenn die Software im Exportgeschäft eingesetzt wird. Die Veräußerung von Software an Kunden, die in Österreich ansässig, ansässig oder tätig sind, ist von der inländischen Mehrwertsteuer abhängig. Der Unterschied zwischen Standard- und Einzelsoftware und der Übertragungsart (Datenträger oder elektronischer Übertragung) ist unerheblich.

Erfolgt der Versand von Standard-Software in ein Drittstaat auf einem Datenträger, handelt es sich um eine steuerfreie Auslieferung als Exportlieferung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Handelt es sich bei dem Kauf der Software um eine "sonstige Leistung", so wird sie nach den gesetzlichen Bestimmungen des Staates besteuert, in dem der Auftraggeber seinen Wohn-, Geschäfts- oder Aufenthaltsort (Ort des Empfängers) hat.

Beispiel: Das Österreichische Softwarehaus Ö entwirft ein Merchandising-Programm für das schweizerische Handelsunternehmen CH. Gegen eine Gebühr kann der Nutzer das Game aus dem Netz auslesen. Problemlösung: Obwohl es sich um Standard-Software handele, sei es ein weiterer Service, da er elektronisch übertragen werde. Weil der Konsument aus einem Drittstaat kommt, kann der Service am Empfängerstandort, also in Serbien, gesteuert werden.

Software-Verkauf als "Lieferung" Wird Standard-Software auf einem Datenträger vertrieben und ist der Auftraggeber ein Gewerbetreibender mit einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) eines anderen EU-Landes, so besteht eine intra-gemeinschaftliche Belieferung. Sie ist steuerbefreit, wenn die erforderlichen Beweispflichten (gültige UID des Auftraggebers, Transportnachweis oder Versand des Trägers in den anderen EU-Mitgliedstaat) erfüllt sind. Handelt es sich bei dem Käufer um einen Letztverbraucher (ohne UID), ist die Österreichische Mehrwertsteuer im Prinzip zu erheben.

Werden Standard-Software in größerem Maßstab auf Datenträgern an Endkunden versandt, ist die sogenannte Mailorder-Verordnung zu befolgen. Dies kann dazu führen, dass die Mehrwertsteuer des Empfängerlandes berechnet werden soll. Software-Verkauf als "sonstige Dienstleistung" Ist der Auftraggeber ein Unternehmen mit einer UID aus einem anderen EU-Land, so ist der Fluktuation in dem anderen Mitgliedsstaat umsatzsteuerpflichtig (Ort des Empfängers).

Dies betrifft sowohl andere Dienste, die als "elektronisch bereitgestellte Dienste" bezeichnet werden, als auch andere Dienste, die als "Informationsbereitstellung" bezeichnet werden. Der Auftraggeber ist ein unternehmerischer oder juristischer Staat. Beispiel: Ein österreichisches Computerunternehmen Ö vertreibt individuelle Software an einen in Italien ansässigen Entrepreneur. Problemlösung: Da der Empfänger der Dienstleistung ein Unternehmen ist, unterliegen die Umsätze der Mehrwertsteuer in Italien (Bestimmungsort).

Wenn es sich bei dem Kunden um einen Letztverbraucher (ohne UID) handelte, ist für den Umsatz ab dem 1.1.2015 das Folgende zu beachten: Im Falle von Standard- oder Einzelsoftware, die in elektronischer Form übertragen wird ("elektronisch gelieferte Dienstleistung"), unterliegt der Kauf der Mehrwertsteuer im EU-Wohnland oder am ordentlichen Wohnort des Endverbrauchers. Damit muss dem Verbraucher die fremde Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden.

Für die Versteuerung und Zahlung der Auslandsumsatzsteuer hat der Entrepreneur zwei Möglichkeiten: Es ist möglich, dass sich der Unternehmen bei den Steuerbehörden des Käuferlandes registrieren und die Mehrwertsteuer unmittelbar an das Auslandsfinanzamt zahlen. Die Unternehmerin anmeldet sich für MOSS über die Website von FinanOnline. Die Mehrwertsteuer überweist er an die österreichischen Steuerbehörden, die sie dann an die Käuferländer weiterleiten.

Bei auf Datenträgern übertragener individueller Software ("Bereitstellung von Informationen") ist der Umsatz in Österreich (noch) mehrwertsteuerpflichtig. Erbringt ein Unternehmer aus einem Drittland eine Dienstleistung für einen Nicht-Unternehmer mit einem (Wohnsitz) oder gewöhnlichem Aufenthaltsort im Gebiet der Gemeinschaft, so wird die Steuer im Lande des Empfängers der Dienstleistung (d.h. in der EU) entgegen der allgemeinen Regelung erhoben.

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