Software Lizenzen übersicht

Übersicht der Softwarelizenzen

Kostenlose Software vs. Open Source Software. Da freie Software weiter wächst, wächst auch die Anzahl der verschiedenen Open-Source-Lizenzmodelle.

einleitende Bemerkungen

Zweifellos wird Software heute immer komplexerer und leistungsfähiger. Oftmals wird eine Funktion gefordert, die das Kernthema des eigenen Produktes eindeutig ignoriert. Angefangen bei Modellen für gesicherte SSH-Verbindungen über Zusatzklassen, die die Verarbeitung bestimmter Dateitypen erleichtern, bis hin zu Libraries, die graphische Darstellungen bereitstellen.

Die eigenständige Implementierung dieser Software ist nicht nur nicht zielorientiert, sondern auch aufgrund der begrenzten Mittel nicht möglich. Die Entwicklergemeinde und mehrere Firmen bieten hier eine scheinbar unendliche Anzahl von Software an, die es verhindern kann, das Rad neu zu erfinden. Diese Software unterliegt jedoch in der Regel gewissen Restriktionen. Die Lizenzen regelt die Rechte und Pflichten des Benutzers gegenüber dem Hersteller der Software.

Die Bedingungen, unter denen die Software erworben, verwendet, ergänzt und verteilt werden darf, sind oft entscheidend. Insbesondere bei kommerzieller Software sind diese Fragestellungen unerlässlich. Nachfolgend möchte ich einen Übersicht über die gängigsten Lizenzen und deren Besonderheiten vermitteln und einen Abgleich vornehmen. Hinweis: Dieser Beitrag gibt eine knappe Einführung in das Thema Lizenzen und sollte als solche nicht als Rechtsgrundlage betrachtet werden.

Die Verwendung von Drittanbietersoftware, insbesondere in gewerblichen Vorhaben, sollte im Zweifelfall immer auf ihre Kompatibilität mit dem geltenden Recht, den eigenen Ideen und den Projektumständen überprüft werden. Generell kann jede Softwarelizenz einem der beiden nachfolgenden Gebiete zugewiesen werden. Software, die unter einer gewerblichen Nutzungslizenz zur VerfÃ?gung steht oder auf andere Weise als proprietÃ?r gilt - d.h. nicht kostenlos und Open Source - wird im Allgemeinen als Closed Source Software bezeichnet. In diesem Fall handelt es sich um Software mit geschlossenem Quellcode.

Obwohl diese Software vom Betreiber im Zuge der vertraglichen Bedingungen verwendet werden darf, kann sie nur auf eine sehr starre Weise wiederverwendet werden. Ein besonderes Merkmal ist die so genannte Free- und Shareware: Obwohl es in der Regel auch eindeutigen Lizenzbestimmungen unterworfen ist und Closed Source ist, kann es oft ohne großen zusätzlichen Aufwand und kostenlos weitergegeben werden.

Allerdings ist diese Software oft in ihrem Funktionsbereich oder in ihrer Lebensdauer begrenzt. Bei der zweiten großen Softwaregruppe handelt es sich um so genannte Open-Source-Software. Achtung: Es ist zu unterscheiden zwischen der bloßen Verwendung eines Softwareprodukts (z.B. OpenOffice.org) und der Verwendung des Source-Codes eines Softwareprodukts als Grundlage oder als Teil der eigenen Software.

Obwohl die bloße Benutzung von Open-Source-Software keinen weiteren Bedingungen unterworfen ist - auch nicht in einem gewerblichen Bereich -, sind die in den Lizenzbestimmungen definierten Regelungen für die Benutzung des Quellcodes oder dessen Verteilung zu beachten. So können sowohl der Quelltext als auch die Software selbst kostenlos erworben werden. Oftmals wird jedoch falsch verstanden, dass trotz des freien Marktes gewisse Vorschriften zu beachten sind.

Genau hier differenzieren sich die gängigen Lizenzierungsmodelle, zum Teil sehr stark, in der Frage, wie viel sie vom Nutzer verlangen. Einer der wichtigsten Aspekte ist die andere Verwendung des so genannten Kopierlink. Nachfolgend wird dieser Terminus und seine Bedeutungen genauer erläutert und einige weitverbreitete Lizenzen werden in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit aufgeführt. ¿Was ist das?

Lizenzierungsmodelle mit Kopyleft erzwingen jeden, der Software unter dieser Nutzungslizenz verwendet und vertreibt, diese Transparenz zu erhalten. Wird also Software mit einem starken Copyright in Ihrer eigenen Software verwendet, muss Ihre eigene Software auch als Open Source publiziert werden. Es ist unerheblich, ob die verwendete Software geändert oder nur integriert wird. Co-Pyleft ist in verschiedenen Stärken erhältlich.

Ein starker Kopierlink lässt keine Abweichungen von der oben genannten Regelung zu, während ein schwacher Kopierlink es ermöglicht, die eigene Software unter einer anderen Nutzungslizenz - zum Beispiel Closed Source - zu veröffentl. Doch auch bei schwacher Kopfzeile sind besondere Vorschriften zu beachten. Gegenüberstellung von starker und schwacher Kopfzeile mit zwei Kandidaten:

BPL ( "strong copyleft") und EPL ("weak copyleft"): Die hier erwähnten Aspekte sind für alle Repräsentanten der entsprechenden Kategorien charakteristisch. Aufgrund der sehr großen Zahl von Lizenzierungsmodellen werde ich mich hier auf einige der wichtigsten Repräsentanten beschränken. Bei vielen Modellen werden typische Lizenzen verwendet. So gibt es z. B. eine Reihe von Lizenzen, die im Wesentlichen auf der GPL-Lizenz als Standardvertreter für Lizenzen mit einem starken Copyright-Link basieren.

Der Kopierlinkcharakter ist besonders für die gewerbliche Verwendung und Integration von Software von Bedeutung. Ist z. B. die Erstellung von Open-Source-Software erwünscht, muss darauf geachtet werden, dass viele dieser Lizenzen miteinander unvereinbar sind. Hierbei weichen die Lizenzen teils gar in der Ausführungsnummer ab. Damit die Übersicht über die einzelnen Lizenzierungsmodelle und deren Kontext nicht noch weiter erschwert wird, werde ich in diesem Beitrag nicht auf die einzelnen Lizenzversionen eingehen.

Für die gewerbliche Softwareentwicklung hat der Copyright-Links-Zeichen satz, wie bereits angesprochen, eine spezielle Rolle, in den nachfolgenden Kapiteln wird zwischen diesem Zeichen und wichtigen Besonderheiten der entsprechenden Lizenzierung differenziert. Der GPL ist der Klassiker unter den Lizenzen mit starker Copyleft-Funktion. Software, die GPL-Software verwendet, muss auch unter die GPL fallen und Open Source muss bei der Freigabe verfügbar sein.

Diese Lizenzen basieren ebenfalls auf der GPL-Lizenz, begrenzen aber die Verpflichtungen des Benutzers auf ein wirtschaftlich akzeptables Niveau. Dadurch sind diese Lizenzen oft nicht mit der GPL und ihren Ableitungen kompatibel. Dein Copyright-Link ist so konzipiert, dass er nur funktioniert, wenn die eingesetzte LGPL-Software ergänzt oder modifiziert wird, aber nicht, wenn die Libraries exklusiv integriert sind.

Wenn jedoch Ihre eigene Software die lizenzierte LGPL-Software ergänzt, verändert sich ihr Wesen und Sie sprechen über abgeleitete Arbeiten. Dies hat zur Folge, dass das eigene Erzeugnis komplett unter die LEGPL gesetzt werden muss. Ein besonderes Merkmal der EPL ist, dass zwischen abgeleiteter und proprietärer Software in den Bereichen Software und Software differenziert wird. Wenn Ihre eigene Software nur die von der EPL lizenzierte Software nutzt, gibt es keine besonderen Anforderungen an die Weiterverteilung.

Wird sie jedoch modifiziert oder ergänzt, muss auch dieser Teil der eigenen Software unter die EPL gesetzt werden. Der Apache ist eine populäre kostenlose Lizenzierung. Die Veröffentlichung eigener Software darf prinzipiell unter eigenen Lizenzen erfolgen. Prinzipiell muss jedoch die Originallizenz beigefügt und der Originalrechtsinhaber genannt werden. Die Lizenzen sind in der Regel so ausgestaltet, dass die darunter liegende Software nach Belieben genutzt, ergänzt, modifiziert und verteilt werden kann.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Software, die unter einer BSD (oder ähnlichem MIT) Lizenz steht, nach Belieben und ohne Einschränkung verwendet werden kann. Die Apache Lizenz ist ebenfalls so offen, dass sie ohne Probleme für den gewerblichen Gebrauch genutzt werden kann. Die LGPL-Software kann weiterhin als tauglich angesehen werden, wenn auszuschließen ist, dass die eigene Software als abgeleitet beschrieben werden kann.

Die GPL-lizenzierte Software dagegen ist nicht als Grundlage für proprietäre und kommerzielle Software verwendbar, da auch die eigene Software unter der gleichen Lizenzierung lizenziert werden muss. Die folgende Übersichtsdarstellung zeigt die Gestaltungsfreiheit der Einzel-Lizenzen wieder in der Übersicht:

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