Software Wartungsvertrag Kosten

Kosten des Software-Wartungsvertrages

Jahresgebühren drücken die IT-Budgets erheblich: Instandhaltungsverträge verärgern viele Nutzer. Für Aktualisierungen und Unterstützung sind von den Unternehmen pro Jahr Wartungskosten zwischen 15 und 25 Prozentpunkten des Kaufpreises zu zahlen. Die Nutzer sind auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Als Teil ihrer Serviceverträge bekommen unsere Kundinnen und Servicepartner wie vereinbart Aktualisierungen, Patchs und Unterstützung. Gerade bei großen ERP-Installationen entstehen jedes Jahr immense Kosten:

Mit einer Bearbeitungsgebühr von 20 Prozentpunkten hat der Nutzer die Software nach fünf Jahren Betriebszeit ein zweites Mal aufgeladen. Die Bedingungen von SAP umfassen beispielsweise die Remote-Wartung von Anlagen, um Kundenfehlfunktionen zu beseitigen. Mit Oracle entscheidet der Auftraggeber, ob er nur Software-Updates oder auch den Service wünscht. Die Wartungserlöse machen inzwischen einen großen Teil des Gesamtumsatzes von Software-Häusern aus.

Der ERP-Marktführer SAP erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2003 einen Gesamtumsatz von rund 1,5 Mrd. EUR, davon 608 Mio. EUR Instandhaltungserlöse, während die Softwareerlöse, d.h. der Vertrieb von User-Lizenzen, 352 Mio. EUR betrugen. Für andere Hersteller ist der Unterschied zwischen Wartungs- und Lizenzeinnahmen noch grösser. Im Geschäftsjahr 2002 verzeichnete People' soft Lizenzumsätze in Höhe von 530 Mio. US-Dollar.

"â??In wirtschaftlich schwachen und rückläufigen GeschÃ?ften mit Neukunden sind ErtrÃ?ge aus InstandhaltungsgebÃ?hren fÃ?r den Fortbestand der Lieferanten von entscheidender Bedeutungâ??, sagt Thorsten LÃ?cke, Leiter Produktionsmanagement am Aachener Institut fÃ?r Betriebsrationalisierung (FIR). Holen Sie sich Ihre KI-Aktivitäten sofort! Genauer gesagt: "Die Benutzer sind in einem Knast, und der Wächter hat den Kilo abgehängt, sie können nicht raus", beschreibt Peter Mischok die Vorfälle.

"Die Mittelschicht kann die hohe Unterhaltungsgebühr nicht mehr bezahlen. Im SAP-System beläuft sich die Jahreswartungsgebühr auf 17% des Kaufpreises. People' soft fordert 20 Prozentpunkte, der Kunde zahlt bis zu 22 Prozentpunkte für die Wartungsleistungen von Oracle und die Forderungsbestände von Siebel schwanken zwischen 15 und 22 Prozentpunkten. Es ist jedoch schwierig, die Instandhaltungsleistungen der Unternehmen zu unterscheiden.

Mehr als die Instandhaltungskosten stören z.B. die Oracle-Kunden den schlechten Service. Im Problemfall müssen sich die Nutzer mit dem weniger übersichtlichen Web-Supportsystem "Metalink" auseinandersetzen. Dieses Thema hat die German Oracle User Group (DOAG) schon oft angegangen - anscheinend mit Erfolg: "Der Produzent hat die Verbesserung wenigstens für Deutschland gelobt", sagt DOAG-Chef Fried Lohmann.

Aus seiner Sicht entsprechen die von Oracle erhobenen Wartungskosten für Datenbank-Software den Branchenstandards. Darüber hinaus hat der Produzent die Honorare in den vergangenen Jahren nicht angehoben. Die Firma stellt zwei verschiedene Instandhaltungspakete zur Verfügung. Dabei kann der Anwender entscheiden, ob er nur ein Upgrade für die Datenbank-Software oder auch Unterstützung wünscht.

Bei den meisten Softwarehäusern kann man nicht mit ihnen über die Höhe der Bearbeitungsgebühren sprechen. "Instandhaltungsverträge sind eine geheiligte Rind, der Betrag kann nicht ausgehandelt werden", sagt Frank Schäfer, Managing Director von WKA Informations-Systeme, dem IT-Dienstleister im Industriekonzern WKA mit Hauptsitz in Stutensee, Deutschland. Lieferanten sind stärker darauf bedacht, ihren Abnehmern zusätzliche Dienstleistungen wie z. B. Trainingsmaßnahmen anzubieten, als den prozentualen Anteil der Instandhaltungskosten zu reduzieren.

Dennoch gibt es auch hier die Möglichkeit, Instandhaltungskosten zu ersparen. Erstens sollten Benutzer einen Wartungsvertrag auf Basis des vereinbarten Einkaufspreises und nicht des Listenpreises der Software abschliessen. So mancher CIO ist stolz darauf, auf diese Art und Weise bis zu 40 Prozentpunkte eingespart zu haben. Darüber hinaus wären die IT-Verantwortlichen gut beraten, die Instandhaltungsgebühr für mehrere Jahre, ähnlich dem festen Zinssatz eines Bankkredites, vertragsgemäß festzulegen.

Softwareunternehmen passen ihre Anforderungen wie Finanzinstitute eher an die wirtschaftliche Situation an. Der Nutzer sollte darauf achten, für die Installationszeit keine Wartungsverpflichtungen zu übernehmen und erst nach erfolgter Installation der Software zu bezahlen. Aus der Zahl der akquirierten Nutzungsrechte entsteht ein weiteres Instandhaltungskostenrisiko. Unabhängig davon, ob diese im Gebrauch sind oder nicht: In jedem Falle bezahlt der Auftraggeber für jede einzelne Nutzungslizenz Wartungskosten.

Daher sollten Sie die von Ihnen erworbene Software so weit wie möglich verwenden und ggf. zusätzliche Software zukaufen. Beim Einsatz von Unternehmenssoftware kaufen Firmen in der Regel eine gewisse Zahl von Anwenderlizenzen, die später nicht alle benötigt werden. Nach Angaben von Alexa Bona, Research Director bei der Firma GARNER, werden teilweise bis zu 40 Prozentpunkte der Nutzerlizenzen unbenutzt in Schränken gespeichert.

Grundsätzlich können Firmen durch den Wegfall ungenutzter Nutzungsrechte ihre Instandhaltungskosten zu senken suchen, aber Softwarehersteller sind darauf eingestellt. Wenn Sie z.B. einen Wartungsvertrag mit SAP schließen möchten, der nur die verwendeten Berechtigungen abdeckt, können Sie gezwungen sein, ein anderes Berechtigungsmodell zu verwenden. "â??In diesem Falle muss der Nutzer einen mySAP-Vertrag schlieÃ?en, der vorsieht, dass eine SAP-Benutzerlizenz für fÃ?r einen Anteil von mind. 25 % der Mitarbeitenden erworben werden mussâ??, erklÃ?rt Helmuth Gümbel, Managing Partner bei Strategy Partners International in Schulz, Schweiz.

In der Regel handeln Produzenten und Abnehmer über den Gesamtpreis der Gesamtlösung, d.h. über Lizenz und Maintenance. "â??Das erste Gebot des Softwareanbieters kommt in der Regel einfach nicht in Frageâ??, bemaengelt AlhÃ?user vom DWD. Erst durch harte Verhandlungen konnten er und sein Vertriebsteam annehmbare Wartungskosten für die Oracle-Datenbank-Software und ERPLösung aushandeln. "Eine der beliebtesten Taktiken von Softwarehäusern ist es, dem Verbraucher Rabatte auf Lizenzkäufe zu geben, diese dann aber durch Wartungsarbeiten zu kompensieren.

Maintenance Poker erfordert Spezialkenntnisse, da die Aufträge der Provider oft alles andere als eindeutig sind. In der SAP hängt die Summe der Instandhaltungsgebühr unter anderem von der Größenordnung des Wertkontraktes ab. Der Nutzer ist ab einer Lizenzhöhe von 1,5 Mio. EUR dazu angehalten, im eigenen Hause ein eigenes Client Kompetenzzentrum zu errichten, das unter anderem den Anwendern einen First Level Support bietet.

Als Gegenleistung verwendet SAP den vereinbarten Lizenz-Preis als Basis für die Berechnung der Instandhaltungskosten und nicht den Listen-Preis, wie es sonst der Fall wäre. Gartner-Experte Bona sieht jedoch keinen Nutzen für SAP-Kunden: "Andere Hersteller erheben die Software-Wartungsgebühr nur dann auf Basis des vereinbarten Einkaufspreises, wenn der Nutzer geschickte Verhandlungen führt, ohne ein Kompetenzzentrum aufzusetzen.

"So schmerzlich die Instandhaltungskosten auch sein mögen, an der Erforderlichkeit von Instandhaltungsverträgen gibt es kaum grundlegende Zweifeln. "Das liegt im Kundeninteresse, ich erkenne keine Verletzung der aktuellen Branchenpraktiken", sagt Meta-Group-Experte Spies. "â??Die Pflege von Standard-Software ist eine Absicherung fÃ?r den Anwenderâ??, sagt Gerresheimer von Strategy Partners.

Durch die Honorare stellt der Auftraggeber die Pflege der Software und die Betreuung der Software in Aussicht. Dennoch sind noch viele Fragestellungen offen, wie z.B. die Flexibilisierung von Unterhaltsverträgen. Insbesondere bei der Ersteinführung oder bei Releasewechseln benötigt der Benutzer Hilfe, bezahlt in der Folge aber auch den gesamten Wartungsaufwand.

Sie argumentieren, dass ihre Kundschaft immer noch auf ihre Kosten kommt. "â??Ein Kundin oder ein Kundin könnte die Funktionsverbesserungen, die die Instandhaltung bietet, nie selbst zum selben Kostenaufwand programmierenâ??, erklÃ??rt Claus Heinrich, Chief Development Officer von SAP zum Beispiel. Mit den Wartungsentgelten nutzen die Softwareentwickler nicht nur die beim Auftraggeber eingesetzte Software zu optimieren, sondern auch die Finanzierung der Neuentwicklung von Produkten.

Laut einer Studie des renommierten US-Marktforschungsinstituts AMR Research aus dem Jahr 2002 fließen 20 bis 50 Prozentpunkte des Wartungsumsatzes in neue Software. Das Softwarehaus will keine älteren Release mehr warten, da die Kosten mit der Vielzahl der zu betreuenden Varianten zunahmen. Darüber hinaus können sie aus produktionstechnischen GrÃ?nden den Anwendern oft nur neue, weiterentwickelte Artikel mit aktueller Version zur VerfÃ?gung stellen.

Der Umfang der Softwareerweiterungen, die unsere Kundschaft durch Wartungsarbeiten erhält, ist limitiert. Manche Hersteller erklären überraschend neue Features für die Lizenzierung von Produkten durch Endkunden. Der Auftraggeber kauft den ersteren im Zuge seines Wartungsvertrages, während der Auftragnehmer ihn auffordert, den letzteren neben dem Geld zu bezahlen. In manchen Fällen wechselt die Aufstellung gar von Modell zu Modell: So sorgte beispielsweise die von Oracle verfolgte Preisgestaltung beim Clustern für große Verärgerung.

Jeder, der eine Datenbasis mit Cluster-Option ("Oracle Parallelserver ") unter 8 betreibt, muss trotz Wartungsvertrag für den mit 9 eingeführten "9i Real Anwendungscluster" (RAC) zusätzlich bezahlen. Aber auch Peoplesoft hat die Kundschaft bereits vor den Augen derer. Laut Gartner-Analyst Bona mussten einige Nutzer von älteren Versionen die Software für die Umstellung auf die neue Version 8 quasi neu einkaufen. Denn sowohl die Lizenz- als auch die Pflegeverträge hatten sich in der Folgezeit verändert.

Beispielsweise können sie die Zahl der Anwender, die die Support-Hotline erreichen können, begrenzen. Zahlreiche Unternehmen befürchten, dass ihre Zulieferer aufgrund des schrumpfenden Umsatzes mit neuen Genehmigungen die Instandhaltungsschraube wenden werden. Obwohl die Produzenten die Gebühren wahrscheinlich gerne weiter anheben würden, gehen Fachleute davon aus, dass dies vorerst nicht wahrscheinlich ist.

"â??Die aktuelle Lage in der Softwarebranche erlaubt keine höheren Wartungsgebührenâ??, ist der Meinung des Meta-Group-Experten Spies. "Das spiegelt sich auch darin wider, dass es für Firmen, die aufgrund von speziellen Lizenzverträgen, wie z.B. dem SAS Institute, Wartungsentgelte von bis zu 50 Prozentpunkten erheben, sehr schwierig ist, diese Geschäftspraktiken beizubehalten. "Der Kundendruck ist zu groß.

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