Stiftung Warentest Cloud Computing

Die Stiftung Warentest Cloud Computing

erläutert Christoph Schlüter, Cloud-Experte bei der Stiftung Warentest. Die NürnbergMesse GmbH, Stiftung Warentest, Dr. Ing. h.c.

Hinweise und Geräteempfehlungen: Wie man die Informationen in die Privat-Cloud bringt

Wenn Sie es vorziehen, Ihre personenbezogenen Nutzungsdaten nicht an die Firma DS & Co. weiterzugeben, können Sie einen Privat-Cloud-Speicher für Ihr Haus einkaufen. Aber immer mehr Informationen gelangen auch in die sogenannte Cloud. Aus diesem Grund werden Privat-Clouds für den Heimgebrauch immer beliebter. Wenn die Netzwerkfestplatten an den Heimrouter angeschlossen sind, hat der Benutzer die volle Verantwortung dafür, wer auf seine Dateien zugreift und wie.

Allerdings ist die Nutzung im Mobilfunkalltag nicht so praktikabel und in einer Beziehung ist der Privat Cloud Storage weniger sicher als Online-Dienste: Bei der Zerstörung der Laufwerke gehen die Dateien ohne weitere Backups unter. Die Stiftung Warentest hat zehn Cloud-Speicher für das Wohnraumvolumen mit einer Kapazität zwischen 2 und 3 TB geprüft.

Sie sind als Backup-Lösung weniger gut einsetzbar, aber als Storage für den Schnellzugriff für den mobilen Einsatz ist kostengünstiger Cloud-Storage mit einer einzigen Harddisk in Ordnung. Die Stiftung Warentest verlieh hier drei Geräte die Bewertung Gut. Der Netzwerkspeicher QNAP TS-112P schneidet mit einer Gesamtpunktzahl von 2,4 am besten ab. Mit rund 13 EUR benötigt er den geringsten Stromverbrauch pro Jahr, verfügt über eine gute Datennutzung, ist blitzschnell und verfügt über ein breites Spektrum an Technik.

Die Kosten für das 2 Terabyte-Gerät liegen bei 191 EUR. Die Stiftung bewertet die Synthese-DiskStation DS115j (183 Euro) und die Westliche Digitale My Cloud (138 Euro) nahezu ebenso gut (2,5 Euro). In der Synologie gibt es eine übersichtliche Bedienoberfläche und einen integrierten Elektroventilator. Im Testbereich verfügt das West Digital über den besten Kennwortschutz. Mit zwei " verspiegelten " Harddisks, auf denen genau die selben Dateien abgelegt sind, sind Sie besser vor Datenverlusten abgesichert.

Die Synology DiskStation drehte in dieser Kathegorie den Tisch auf DS215j und gewann den Test mit einer Gesamtpunktzahl von 2,4 vor dem TS-112P mit 2,5. Bei doppelter Speicherung kosteten die Vorrichtungen durchschnittlich 345 bzw. 375 EUR. Aufgrund der nur "ausreichenden" Praxistauglichkeit erreichte der West Digital My Cloud Mirror insgesamt nur 2,6 Punkte.

Zudem ist es mit einem Durchschnittspreis von 281 EUR preiswerter als die beiden besser positionierten Cloud-Speicher. Wenn Sie zu Haus eine der Fritzboxen haben, können Sie auch ganz unkompliziert eine Harddisk an den Kreuzschienenrouter ankoppeln. Denn die von AVM angebotenen Kreuzschienen verfügen auch über Wolkenfunktion. Laut Produkttest ist dies eine leicht zu installierende und kostengünstige Vorgabe. Eine solche Kombi ist jedoch funktional weniger leistungsfähig und die Datenübermittlung per USB-Kabel ist etwas länger als bei den geprüften Netzwerkspeichergeräten.

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