Was Kostet eine Cloud

Wie viel kostet eine Cloud?

Für den Wechsel in die Cloud werden oft Kostenargumente vorgebracht. Wie viel kostet die Cloud? Frankfurt, 11. Mai 2017 - Cloud Computing ist ein Muss, wenn Sie Ihr Haus digitalisierungsfähig machen wollen. Die Cloud-Lösungen sind zukunftssicher, erweiterbar und kostenplanbar.

Doch welches Cloud-Modell zahlt sich am wahrscheinlichsten aus? Im Grunde zahlt sich die Verlagerung von Dateien und Applikationen in eine öffentliche Cloud und das Outsourcing der IT-Infrastruktur an einen Colocation-Provider am Ende aus.

Für 90,7 Prozentpunkte der Teilnehmer zahlen sich bereits nach vier Jahren die Investition in die Privat-Cloud im eigenen Datacenter aus, während die Kosten für eine Privat-Cloud in Colocation in den meisten FÃ?llen (95,5 Prozent) in weniger als zwei Jahren amortisiert werden. Beinahe jedes zweite mit einem ausgelagerten Datacenter (48,9 Prozent) gelingt es im ersten Jahr gar, alle Anlaufkosten zu erstatten.

Andererseits ist es nicht verwunderlich, dass sich die Investition in öffentliche Cloud-Dienste innerhalb des ersten Jahrs in 87,1 Prozentpunkten auszahlt. Firmen, die weniger geschäftskritische Arbeitslasten in die öffentliche Cloud verschieben, werden zweifellos von interessanten Preisvorteilen zulegen. Zahlreiche dt. Firmen sind noch zurückhaltend und ziehen es vor, wesentliche Informationen und Applikationen mit eigenem IT-Equipment zu bearbeiten.

46,1 Prozentpunkte der IT-Entscheider gaben an, seit der Implementierung von Cloud Computing im Colocation-Modell zwischen 25 und 50 Prozentpunkten gespart zu haben. Im Gegensatz dazu erzielen knapp zwei Dritteln der Firmen, die die Privat-Cloud in ihren eigenen Rechenzentren betreiben, nur 25 Prozentpunkte oder weniger einsparen. Diejenigen, die sich für öffentliche Cloud Services entscheiden, erzielen die größten Kostenvorteile:

Knapp mehr als die Haelfte der IT-Entscheider (51,2 Prozent) konnten seit der Einfuehrung von Cloud Services bereits zwischen 50 und 75 zulegen. Nach wie vor ist jedes zweite betrachtete Untenehmen bei der Auswahl der präferierten Cloud-Services auf den Einsatz einer privaten Cloud im eigenen Datacenter angewiesen (52,2 Prozent). Bisher wurde die öffentliche Cloud als zentrales Cloud-Konzept in Deutschland nur von 34,8 Prozentpunkten der Firmen bevorzugt.

Bereits jetzt entschließen sich 11,4 Prozentpunkte der untersuchten Manager, die Privat-Cloud in ein Kolokationsrechenzentrum auszulagern. Zudem weist die Untersuchung je nach Größe des Unternehmens klare Differenzen in der Inanspruchnahme unterschiedlicher Cloud-Services auf. Firmen mit mehr als 50000 Beschäftigten weisen ein rein öffentliches Cloud-Modell (6,9 Prozent) deutlich zurück und konzentrieren ihre gesamte Organisation auf eine Privatcloud im eigenen Datacenter (67,2 Prozent) und Colocation-Lösungen (22,4 Prozent).

Kleinere Betriebe mit weniger als 5000 Beschäftigten haben dagegen wesentlich weniger Sorgen. 59,3 Prozentpunkte der Teilnehmer verlassen sich vor allem auf die öffentliche Cloud. Neben Deutschland wurden 610 IT-Manager aus Frankreich, Österreich, den Niederlanden und Schweden in einem ausführlichen Podium der Untersuchung zum Thema Cloud Computernutzung interviewt. Mit 34,8% steht Deutschland im europaweiten Benchmarking bei der Hauptnutzung von öffentlichen Cloud-Diensten an der Spitze, neben Frankreich (33,2%) und Österreich (34,2%).

In wolkenaffinen Staaten wie Schweden zeigt die Untersuchung bereits eine Trendwende: Die Zahl der Investitionen in eigene Datenzentren mit privaten Cloud-Lösungen nimmt ab (29,2 Prozent), 14,2 Prozentpunkte der Firmen entschließen sich nun, die Privat-Cloud in ein Colocation-Rechenzentrum zu lagern. Bereits jedes zweite in Schweden ansässige Einzelunternehmen (53,3 Prozent) setzt überwiegend Public Cloud Services ein. Wo in Deutschland die meisten Teilnehmer (59 Prozent) noch weniger als 50 prozentig ihres jährlichen IT-Budgets in die Cloud stecken, liefert jedes zweite in Schweden mehr als 50 prozentige und jedes vierte in der Cloud mehr als 75 prozentige Anteile ihres It-Budgets.

Als größte Cloud Pluspunkte für deutsche Konzerne sind neben dem Kostenvorteil die Verschlankung der Testlandschaft (9,7 Prozent), besser skalierbare IT-Ressourcen (9,4 Prozent), kürzere Implementierung, Bereitstellung und Rollout (8,9 Prozent) zu nennen. Zudem erreichten 8,7 Prozentpunkte der Betriebe eine erhöhte Zuverlässigkeit. In Deutschland ist eine verbesserte Integration von mobilen Nutzern (0,5 Prozent) noch kaum von Bedeutung, wurde aber z. B. von 9,4 Prozentpunkten der IT-Experten in Schweden bereits umgesetzt.

Oft haben Firmen gute Argumente, sich nicht vollständig auf die öffentliche Cloud zu verlassen. Egal ob nicht migrationsfähige Legacy-Anwendungen im Weg sind, gesetzliche Rahmenbedingungen oder einfach nur Kostenbetrachtungen in gewissen Situationen - eine Hybridlösung ist in vielen denkbar. Die Untersuchung belegt, dass die Einbindung eines fremden Datenzentrums große Einsparpotenziale mit sich bringen kann.

Vor allem wenn dieses Datenzentrum gute Möglichkeiten für Clouds anbietet, die unmittelbar vor Ort verbunden sind, kommen zu den Kostvorteilen der Kolokation die Einsparung von Verbindungskosten zu den Clouds, niedrige Latenzzeiten und eine höhere Informationssicherheit hinzu. Erhebungsmethodik " Wie viel kostet die Cloud? "Die Research In Aktion von der Research In Aktion Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnologien mbH hat 1.100 IT-Manager in großen europ. Konzernen mit mehr als 1000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von über 250 Mio. EUR, davon 500 aus Deutschland, für die Studie "Was kostet die Cloud?

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