Web Monitoring

Web-Überwachung

Applikationsbeispiele Das Webmonitoring (auch Web Monitoring, Internet Monitoring) befasst sich mit der gezielten, fortlaufenden Erfassung und Auswertung von im Internet verfügbaren freizügigen Informationen im Zusammenhang mit vorab definierten Fragen. Web-Monitoring wird häufig zur Überprüfung der eigenen Web-Ressourcen im Bezug auf die Geschäftsziele eingesetzt und geht Hand in Hand mit der konsequenten Betrachtung und Auswertung von Unternehmens-, Marken-, Produkt-, Personen- oder Themennamen im World Wide Web (Meier, 2013).

Mit dieser Art des Monitoring können Sie auch die Beliebtheit, Verlässlichkeit oder Widerstandsfähigkeit Ihrer eigenen Anlagen im Wettbewerbsvergleich bewerten. Das Web-Monitoring kann sowohl von Hand als auch automatisch durchgeführt werden, wodurch es in diesem Anwendungsbereich eine große Anzahl von (teilweise kostenlosen) Applikationen gibt, die unterschiedlichen Schwerpunktthemen des Web-Monitorings gewidmet sind (z.B. Rangliste in der Suchmaschine, Klickpfade in Shop-Systemen, etc.).

Frage: Woher kommen die Websitebesucher und erfahren, was sie brauchen? Ein klassischer Ansatz ist die Frage, welche Internet-Seiten der Startpunkt für den Besuch der eigenen Website sind, wie sie sich auf der Website verhält und ob sie die Website wieder besuchen werden. Diese Fragen sind aus mehreren Blickwinkeln interessant: Zum einen geben die Aufenthaltsdauer, die Zahl und Abfolge der besuchten Teilseiten, die erworbenen Waren oder die durchgeführte Wechselwirkung Aufschluss über den Sieg oder Scheitern von unternehmerischen Anstrengungen im Web.

Andererseits können so genannte Sprungseiten identifiziert werden, bei denen die Nutzer das Interessensgebiet verlassen haben oder nicht mehr vorankommen können (z.B. durch fehlende Pages, 404). Diese über einen bestimmten Zeitabschnitt gesammelten Informationen können dieses Phänomen belegen, aber auch den Fortschritt von Abwehrmaßnahmen. Frage: Wie sieht eine Website im Verhältnis zur Konkurenz aus?

Selbstverständlich ist die Webüberwachung nicht auf Ihre eigenen Anstrengungen und Websites begrenzt. Frage: Wie kann ich mich vor Contentdiebstahl schützen? Damit geht oft die Frage einher, ob die eigenen Webseiteninhalte auf anderen, möglicherweise gar Konkurrenten, genutzt werden, was als gesundheitsschädlich für die eigene Website gilt.

In der Suchmaschinenoptimierung gilt einzigartiger Content als wertvolles Maß für eine gute Position in Suchmaschinen und ist daher sicher. Web-Monitoring kann den Raub von Content aufdecken, ihn früh verhindern und so Schäden vermeiden. Soziale Medienbeobachtung (SMM) bezieht sich auf eine Besonderheit des bisher vorgestellten Web-Monitorings, das sich auf User Generated Content (UGC) konzentriert.

Schwerpunktthemen sind Weblogs, Sozialnetzwerke und Diskussionsforen, die die Datenbasis für qualitativ und quantitativ fundierte Gesprächs- und Trendbetrachtungen mit daraus abgeleiteten Meinungsbildnern im sozialen Netz darstellen (Oßwald, 2010). Die SMM wird mit so genannten sozialen Monitoring-Tools betrieben, bei denen zwischen freien (z.B. Hootsuite) und bezahlten (z.B. Brandwatch) Tools unterschieden wird.

Rollen, A. und Macht, S. (2009): Vollständige Webüberwachung. O'Reilly Media, Sebastopol. Web-Überwachung.

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