Wo Finde ich meine Cloud

So finden Sie meine Cloud

Sie finden den Freischaltcode der App in Ihrem Booklet. Sie finden die Backup-Dateien im Sync Client, den iOS- und Android-Apps unter dem Punkt Backup, d.h. wo Sie das Backup eingerichtet haben.

Wie finde ich die Cloud unter Android 6.0.1.1?

Hallo, ich habe meinetakte, Bilder, etc. pp von einem J7 mit dem neuen Androis in der Cloud gespeichert. Auch das war kein Thema, unter Settings gab es den Hinweis Cloud und Accounts. Jetzt habe ich einen weiteren J7 mit Android 6.0.1 darauf und wollte die Dateien, insbesondere die Kontaktdaten, auf dem neuen Mobiltelefon abspielen.

Die Punktwolke existiert in den Settings überhaupt nicht und beim Speichern und Rücksetzen werden die Contacts nicht aufbereitet. Inwiefern kann ich meine Kontaktdaten jetzt wieder ans Handy holen? Oder wie kann ich auf die Cloud zurückgreifen? Nein, ich will das neue Android-Update nicht installieren, ich denke, das ist schlecht und ich will es nicht.

Und wo ist meine Cloud?

Rechtlich gesehen ist der eigentliche Aufbewahrungsort von Wolkendaten aus mehreren Gesichtspunkten von Bedeutung (Lehmann/Giedke, "Cloud Computing - technischer Hintergrund für die räumlich begrenzte Rechtsanalyse", CR 2013, 608 (615f.)). Verschiedene Bereiche des Datenschutz- und Urheberrechts sind abhängig vom Standort oder der Übermittlung der Informationen an diesen Standort. Im Bereich der IT-Sicherheit ist es auch von Interesse zu wissen, über welche Leitungen die Datenübertragung an welche Speicherorte und unter welcher Aufsicht erfolgt.

Im Hinblick auf "Cloud-Daten" wird in der Debatte immer wieder deutlich, dass diese an einem unbegrenzten und gar unbezwingbaren Platz stehen, gerade in der "Cloud". Solch eine zauberhafte " Cloud " Technologie, bei der die Informationen ganz unkompliziert an einem undefinierten Standort aufbewahrt werden können, gibt es aus technischen Gesichtspunkten nicht. Außerdem werden Wolkendaten immer an einem bestimmten Speicherort aufbewahrt (Lehmann/Giedke, CR 2013, 608 (613)).

Im Allgemeinen sind die heutigen EDV-Systeme jedoch so komplex, dass es nicht immer leicht ist, einen spezifischen Bereich einer spezifischen Harddisk für ein spezifisches Date, z.B. ein persönliches Date, vorzugeben. Aus unterschiedlichen GrÃ?nden wollen viele der heutigen Techniken von der vorhandenen Infrastruktur abgrenzen und die exakte Ablage und Weiterverarbeitung der Messdaten aus den höheren Prozessstufen (z.B. der BenutzeroberflÃ?che zum Anwender) "verstecken" und damit die Einsatzfelder unabhÃ?ngig von spezifischen Betriebsbedingungen machen.

Nachfolgend werden einige typische Techniken, die die Datenspeicherung betreffen und oft auch von Cloud-Anbietern in Verbindung gebracht werden, am Beispiel der Ablage eines Geburtstages erläutert: Zum Schutz eines Systems vor dem Versagen von einzelnen Harddisks werden individuelle Informationen (z.B. ein Byte) über mehrere Harddisks hinweg aufbereitet.

Fällt eine Platte aus, genügen die Angaben auf den übrigen Platten für eine vollständige Wiederherstellung der gesamten Platte. Beispiel: So wird z. B. ein Geburtstagsdatum auf fünf Laufwerke aufgeteilt. In Rechenzentren werden oft Festplattendaten komplett chiffriert, um vor Einbruch zu schützen. Beispiel: Je nach Verschlüsselungsalgorithmus wird das Geburtstagsdatum dann auf unterschiedliche Festplattenbereiche aufgeteilt und kann nur mit dem korrekten Key wieder ausgelesen werden.

Von der eigentlichen Computerhardware und dem Betriebsystem abstrahieren Virtualisierungen (Details s. Lehmann/Giedke, CR 2013, 608 (611)) und Sie können z.B. viele unterschiedliche Virtual Computer ("Maschinen") mit unterschiedlichen Betriebsystemen auf einem einzelnen physischen Computer betreiben. Der Festplattenplatz wird ebenfalls virtuell genutzt, d.h. die "Festplatten" der Virtual Machine sind in der Regel Files im Betriebsystem der Gastcomputerhardware.

So, wenn die Virtual Machine das Gründungsdatum auf dem Vektor XY der Virtual Hard Disk gespeichert hat, kann sie sich an einem völlig anderen Ort befinden als die eigentliche Disk. Unter dem Begriff Clusting versteht man eine ganze Reihe von Techniken, die sich mit der Verteilung von Computeroperationen und Datendateien auf verschiedene (virtuelle oder physische) Computer befassen. So wird z.B. mit Hilfe von Clusters sehr rasch - ohne dass der Anwender es merkt - ein Gerät (z.B. eine Datenbank) auf ein Ersatzgerät verschoben, das mit den selben Programm- und Datenbeständen ausgerüstet ist und bei einem Fehlschlag unmittelbar in Betrieb gehen kann.

Beim Einsatz eines Clusters kann davon ausgegangen werden, dass in der Systemumgebung mehr als einmal auftritt. Dabei wird das Geburtstagsdatum in ähnlicher Weise auf mehreren Computern im Verbund aufbereitet. Bei der Erstellung von Sicherungskopien werden auch Duplikate von Dateien erstellt und bei Bedarf auch an Remote-Standorte übertragen (Bankschließfach) oder Kopien erstellt (Online-Sicherung).

Heute ist die Erzeugung von Backups eine der allgemeingültigen technologischen Richtlinien, weshalb für jede Form der Speicherung von Informationen davon ausgegangen werden kann, dass die Informationen nicht nur an dem Punkt verfügbar sind, an dem sie aktuell bearbeitet werden, sondern auch an zumindest einem anderen Ziel. Beispiel: Das Geburtstagsdatum ist dann auch immer zumindest einmal in der Sicherung vorhanden, wo immer diese auch gespeichert ist.

Multi-Client-fähige Applikationen stellen jedem Anwender nur seine eigenen Informationen (z.B. Interessenteninformationen in einem CRM-System) auf seiner Zugangsoberfläche zur Verfügung. In der Regel ist jedoch im Hintergund nur eine einzelne Applikation im Einsatz, die (mehr oder weniger) die gesammelten Informationen der unterschiedlichen Cloud-Kunden (Clients) im Datenbankmodell sauber trennt und bei Abfragen und Anzeigen filtert.

Wird z. B. die gleiche Personen aus zwei Cloud-Kunden als Interessenten in das CRM-System eingegeben, wird dort auch das Geburtstagsdatum doppelt hinterlegt - einmal als Stichtag unter der Aufsicht des Cloud-Kunden A, einmal unter der Aufsicht des Cloud-Kunden wieder. Das Geburtstagsdatum wird auch doppelt im CRM-System hinterlegt. Bei Cloud-Anwendungen zur Datenspeicherung werden in der Regel nahezu alle der oben aufgeführten Techniken eingesetzt, so dass das Entstehungsdatum in unserem Beispiel eine ganze Serie von Umwandlungen und Distributionen hinter sich hat, bevor es auf einer realen Harddisk "zu liegen kommt".

Exakte Speicherstelle: Die Umwandlungen und Verbreitungen der Datumsangaben erfolgen nach vorgegebenen Richtlinien, d.h. der Speicherstelle des eventuell in seine einzelnen Teile aufgeteilten Datums kann immer bestimmt werden - sonst könnte das hinterlegte Geburtstagsdatum nie wieder angezeigt werden. Verhältnismäßige Volatilität: In der Realität wäre diese Ermittlung der exakten Position auf der Harddisk jedoch sehr umständlich und im Einzelfall nur ein Schnappschuss, da Dateien kopiert und verschoben werden können.

Meiner Meinung nach ist jedoch eine exakte Zuordnung eines Termins zu einem Bereich auf einer Harddisk für die juristische Beurteilung nicht vonnöten. Selbst die Cloudiest Cloud-Angebote sind technologisch so konzipiert, dass der Cloud-Provider mindestens das Datenzentrum festlegen kann, in dem die konkreten Informationen allein auf der Grundlage der typisch doku- mentierten Systemarchitektur des gesamten Systems gespeichert werden.

Es ist immer eine explizite Wahl des Cloud-Anbieters, ob diese Informationen dann zu Backup- oder Clusteringzwecken in andere Datenzentren oder gar in Datenzentren in anderen Rechtsordnungen übertragen werden, so dass es aus fachlicher Sicht immer möglich sein muss, sie mit ausreichender Genauigkeit für eine juristische Beurteilung zuzuordnen.

Macht ein Cloud-Provider geltend, dass es nicht möglich ist, diese Aufgabe und sein Backup-Konzept bindend zu machen, ergibt sich die Fragestellung, ob der Cloud-Provider in diesem Falle entweder das Funktionieren seiner eigenen Anlagen nicht durchschaubar machen will oder sie vielleicht überhaupt nicht durchschaut.

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